Archiv für den Monat: November 2014

Geocaching als Unterrichtsinhalt

Foto: Maria Wingbermühle

Foto: Maria Wingbermühle

Die Teilnehmer/innen des dritten pädagogischen Seminars setzten sich unter der Leitung von Herrn Trubel mit Geocaching auseinander und erprobten diese Aktivität auf Unterrichtstauglichkeit.

Geocaching ist eine Outdoor-Schatzsuche in der realen Welt, bei der ein Smartphone, ein Tablet-PC oder ein GPS-Gerät zum Einsatz kommt. Ziel des Geocachings ist das Auffinden eines so genannten Geocache-Behälters, ein versteckter Schatz, der z.B. Dinge enthält, die getauscht werden können. Es gibt Cache-Behälter in unterschiedlichen Größen: große Metallkisten, Filmdosen, Marmeladengläser oder Tupperdosen. Die Geocaches sind nach unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, bezüglich des Geländes und der Schwierigkeit des Auffindens kategorisiert. Für Anfänger eignen sich am besten die niedrigen Schwierigkeitsstufen.

Unterrichtsrelevanz erlangt das Thema unter anderen dadurch, dass zahlreiche Kompetenzen geschult werden können:
Soziale Kompetenzen: Gemeinsames Suches und Lösen von Aufgaben;
Personale Kompetenzen: Übernahme von Verantwortung in der Gruppe, Stärkung des Selbstbewusstseins, Schulung der Raumvorstellung;
Fachliche Kompetenzen: Erleben der Natur, Schulung geographischer Kenntnisse, Sinnentnehmendes Lesen, Weitergabe von Bildungsinhalten;
Methodische Kompetenzen: Sinnvoller Umgang mit GPS-Geräten und Smartphones

In dieser Seminarveranstaltung navigierten die Seminarteilnehmer/innen mithilfe ihrer Smartphones zu bestimmten Koordinaten unterschiedlicher Geocache-Typen. Bei der Erprobung konzentrierte man sich vor allem auf den traditionellen Geocache mit nur einer Station. Fazit der Seminarveranstaltung: Das gemeinsame Suchen der Schatzkisten ist nicht nur spannend, sondern auch lehrreich, unterhaltsam und mit viel Freude verbunden.

Text: F. Hildebrand, S. Hippel, S. Schifner

Ideenwerkstatt “Textil”

Foto: Sandrina Hippel

Foto: Sandrina Hippel

(hippel) Das Fachseminar „Textiles Gestalten“ tagte kürzlich im Rahmen einer ganztägigen Veranstaltung im Ludwig-Windhorst-Haus in Lingen.

Unter dem Motto „Ideenwerkstatt Textil“ wurden verschiedene textile Techniken erfolgreich erprobt, die sich besonders gut in die Unterrichtspraxis umsetzen lassen. Die Teilnehmenden haben Erfahrungen gesammelt, wie sie ihre Schülerinnen und Schüler mit eigens gestalteten Orden motivieren, sie mit „Sonnenzaubereien“ verblüffen und wie sie Teelichtern ein textiles Gewand anlegen können.

Das Seminar fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe für Lehrkräfte der Klassen 3-10 unter der Leitung von Frau Judith Hilmes im Ludwig-Windhorst-Haus statt.

Pädagogikseminare zu Gast bei der CARITAS Vechta

(heckmann) Kürzlich besuchten die Pädagogikseminare IV und VIII unter der Leitung von Herrn Heckmann und Frau Casser die CARITAS-Erziehungsbera­tungs­­stelle in Vechta. Vorgestellt wurde diese von Frau Themann, Leiterin der Einrichtung. Die CARITAS ist zuständig für Kinder und Jugendliche (bis Ende des 21. Lebensjahrs) im Landkreis Vechta. Auch Eltern mit Kindern im Säuglingsalter werden vor Ort beraten. Die Themenbereiche der Beratungen sind sehr umfangreich. Diese reichen z. B. von Schlafstörungen im Säuglingsalter, über Cyber­mobbing, plötzlicher Leistungsabfall bei Schüler und Schülerinnen, Einschulungsproblemen bis hin zur körperlichen und sexuellen Gewalt. Die Beratung ist unverbindlich, freiwillig, kostenlos und neutral, d. h. alle Gesellschaftsschichten werden beraten. Frau Themann wies darauf hin, dass alle Mitar­beiter zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, d. h. die Eltern werden nur mit der Zustim­mung des Kindes informiert. Eine Ausnahme wird dann gemacht, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. In diesem Fall erfolgt eine Beratung mit einer externen Fachkraft, bevor das Jugendamt informiert wird. Die Erziehungsbe­ratungs­stelle kooperiert u.a. mit Schulen im Landkreis Vechta, mit der Polizei und dem Kriseninterventionsteam.

Der erste Kontakt mit der CARITAS erfolgt in der Regel über ein Telefonat. Nach ca. 14 Tagen wird ein Termin für das erste Treffen vereinbart, wobei ein „Notfall“ vorrangig behandelt wird. Im zweiten Schritt erfolgt eine Teamsitzung, in der über den Fall gesprochen wird. Die Beratung folgt im dritten Schritt. Jeder Mitarbeiter führt täglich vier bis fünf Beratungen durch, wobei die Dauer einer Beratung zwischen 60 und 90 Minuten beträgt. Im letzten Jahr wurden 435 Beratungen abgeschlossen. In der Beratung klagen Eltern häufiger über Defizite ihrer Kinder anstatt die Stärken herauszustellen, so Frau Themann.

Die Leiterin wies darauf hin, dass es besonders wichtig sei, das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen zu erlangen. Nur so ist es möglich die Hintergründe für das Verhalten der Kinder und Jugendlichen herauszufinden, gerade dann, wenn gleiche Symptome vorliegen.

Der Besuch bei der CARITAS wurde mit einer Besichtigung der Räumlichkeiten (u.a. Media-tionsraum, Spiel- und Beratungszimmer) beendet.

Das Studienseminar bedankt sich sehr herzlich für den informativen Austausch und den Einblick bei der Caritas Vechta.