Archiv für den Monat: Dezember 2015

Schischa, Zigaretten und Alkohol (Suchtprävention)

Foto: Sandra Obermeyer

Foto: Sandra Obermeyer

(obermeyer) Zum Thema „Suchtprävention“ arbeitete das PS V des STS Vechta unter der Leitung von Frau Obermeyer und Frau Thesing von der Suchtpräventionsstelle in Cloppenburg. Hierzu erhielten die Anwärterinnen und Anwärter nach einer Präsentation über die Arbeit der Fachstelle Einsicht in verschiedene an Schulen durchgeführte Programme. In einem Gruppenpuzzle erarbeiteten die zukünftigen Lehrkräfte Vor- und Nachteile des Klarsichtparcours, des Zirkusprojektes, zum Umgang mit Medien (primär Handy und PC) und dem BASS-Ordner. Nach dem Gruppenwechsel stellten sich die jeweiligen Experten dann die Ergebnisse sowie die Projekte den neu gebildeten Gruppen vor und gewannen so einen breiten Einblick in die unterrichtlichen Optionen. Den Abschluss bildete eine Feedbackrunde und ein großes DANKE an Frau Thesing, die dieses Seminar so ertragreich und lerneffektiv mitgeplant und mitgestaltet hatte.

Besuch der 41. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse

Foto: Steffi Tetzner

Foto: Steffi Tetzner

(tetzner) Kürzlich traf sich das Fachseminar Deutsch IV unter der Leitung von Frau Tetzner auf der KIBUM in Oldenburg. Hier werden jährlich über 2000 Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur aus dem deutschsprachigen Raum präsentiert. Veranstaltet von der Stadt Oldenburg und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wird hier ein vielfältiger Einblick in die Kinder- und Jugendbuchproduktion des aktuellen Jahres geboten.

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet „KIBUM klingt!“ und beschäftigt sich somit intensiv mit der unterstützenden Wirkung von Musik für den Spracherwerb und die Sprachentwicklung. Angelehnt an das aktuelle Motto, ist es für Besucher jeden Alters möglich, an unterschiedlichen Veranstaltungen und Workshops teilzunehmen.

Das Deutschseminar befasste sich, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Fragestellungen, intensiv mit der Nutzung der KIBUM als außerschulischen Lernort im Sinne der Leseförderung sowie damit, inwieweit die verschiedenen Leseinteressen von Schülerinnen und Schülern, die sich alters- und geschlechtsspezifisch unterscheiden, einbezogen werden können. Um diesen Fragen nachzugehen, machte sich das Deutschseminar selbst ein Bild von der KIBUM in Form eines Rundgangs durch die verschiedenen Räumlichkeiten, die sich nach Alter der Leser und Themenbereiche aufteilten. Viele gemütliche Kuschelecken und Lesebereiche luden dabei zum Verweilen und Schmökern in den Büchern ein und schafften dabei eine angenehme und leseanregende Atmosphäre. In den Räumen der KIBUM konnten verschiedene Bücher für Kinder in unterschiedlichen Altersklassen, ein Medienraum mit digitalen Medien zum eigenen Erproben (E-Books, Hörbücher…), Sachbücher für Kinder von sechs mit zehn Jahren, Bilderbücher und einige Jugendbücher entdeckt werden.

Reich an Ideen für den Einbezug der KIBUM in den eigenen Deutschunterricht, blickt das Deutschseminar auf eine gelungene Veranstaltung in Oldenburg zurück.

Ein eigenes Kamishibai bauen

Foto: Deutschseminar

Foto: Deutschseminar

(dr. schniotalle / lürßen) Die Gelegenheit dazu erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deutschseminare von Frau  Hanekamp-Kalvelage und Frau Dr. Schniotalle im Dezember in den Werkräumen der Benediktschule in Visbek mit tatkräftiger Unterstützung der Werklehrerin Bianca Büssing.

Das Kamishibai, ein aus Japan stammendes Erzähltheater, besteht aus einem Rahmen mit Lichtausschnitt, der sich mit Flügeltüren auf- und zuklappen lässt. Hinter dem Rahmen können mehrere Bilder in ein Fach geschoben werden. Beim Erzählen werden die Bilder dem Verlauf der Handlung entsprechend nach und nach herausgezogen. Das Erzähltheater ist für Kinder faszinierend! Die Aufmerksamkeit der Kinder richtet sich voll und ganz auf die sprachliche Ausgestaltung der Geschichte und die Bilder. Die vortragende Person tritt in den Hintergrund. Die Bilder unterstützen die Kinder dabei, sich Personen und Handlungsabläufe besser vorstellen zu können und regen gleichzeitig die Fantasie der Schülerinnen und Schüler an. Das ‚Kino‘ zur Geschichte läuft im Kopf eines jeden Kindes individuell ab. Das Kamishibai stellt auf der anderen Seite auch für die Schülerinnen und Schüler ein gutes Hilfsmittel dar, selber Geschichten (nach-) zu erzählen. Die Bilder fungieren hierbei als strukturierende Erinnerungs- und Erzählhilfe.

Für den Bau des Kamishibais haben die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst nach genauer Instruktion (1) zunächst den Lichtausschnitt auf eine Holzplatte aufgezeichnet (2) und mit einer Bohrmaschine Löcher in die Ecken des Ausschnitts gebohrt (3). Anschließend wurde an zwei Stationen mithilfe einer Stichsäge der Lichtausschnitt ausgesägt (4). Nach diesem Schritt wurde eine gemütliche Pause mit adventlichem Gebäck eingelegt, um Kraft für die weitere Arbeit zu tanken und sich bereits über die vielfältigen unterrichtlichen Einsatzmöglichkeiten des Kamishibais auszutauschen (5). Alle bis hier gefertigten Teile wurden nun dem gründlichen Schleifen unterzogen, um ein Absplittern des Holzes zu verhindern (6). Um das Fach für die Bilder zu bauen, wurden mit Holzleim auf der Rückseite des Rahmens Holzleisten aufgeklebt (7). Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Bilder einerseits nicht zu stramm in der Kassette sitzen, auf der anderen Seite aber auch nicht zu viel Spiel haben und verrutschen. Mit kleinen Nägeln wurde nach der Trocknung des Holzleims die Spanplatte auf den Leisten befestigt (8). Die Scharniere der Flügeltüren (9) wurden mithilfe von Schrauben angebracht (10).

Am Ende der Seminarsitzung konnten alle Kamishibais fertiggestellt werden (11). Da die Arbeitsschritte Hand in Hand gelangen, ist es der Gruppe sogar gelungen, für diejenigen ein zusätzliches Erzähltheater zu bauen, die nicht anwesend sein konnten.

Ein letzter Arbeitsschritt in häuslicher Nacharbeit war es, die Vorderseite des Kamishibais schwarz einzufärben, um die Bilder noch stärker zur Geltung zu bringen.

Der vielfältige Einsatz im Klassenzimmer ist angesichts der gelungenen Resultate und der hohen Identifikation mit dem selbsthergestellten Medium im Deutschunterricht und anderen Fächern gewiss!

Fotos: Meike Schniotalle und Isabell Lürßen