Archiv für den Monat: April 2016

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Foto: Henning Teschner

Foto: Henning Teschner

(teschner/tetzner) Die Zahl der Schüler/innen ohne bzw. mit nur geringen Deutschkenntnissen ist in den Schulen stark gestiegen. Dies stellt eine besondere Herausforderung für viele Deutschlehrkräfte dar. Um Möglichkeiten kennenzulernen, wie man mit sprachlicher Heterogenität im Klassenzimmer umgehen kann, befassten sich die Deutschseminare 2 und 4 unter der Leitung von Herrn Teschner und Frau Tetzner sowie das Deutschseminar 5 unter der Leitung von Frau Nickels intensiv mit dem Thema „Deutsch als Zweitsprache“.

Zunächst informierten zwei Referentinnen der Niedersächsischen Landesschulbehörde die LiVD über Aufgaben und Funktion der Sprachbildungszentren. Im Anschluss daran erläuterten die Referentinnen, wie die DaZ-Förderung in der Schule konkret ausgestaltet werden könnte. Dabei stellten sie das Konzept der sogenannten „Sprachlernklasse“ vor. Nach diesen theoretischen Ausführungen standen im zweiten Teil der Veranstaltung vor allem praxisorientierte Aspekte im Mittelpunkt. So sollten die angehenden Deutschlehrkräfte ein naturwissenschaftliches Experiment in einer Fremdsprache beschreiben. Der sprachliche Kompetenzerwerb in der Alltagssprache und in der Bildungssprache wurde thematisiert.

Auch wurde eine Schulbuchseite auf sprachliche Stolpersteine hin analysiert. Dahingehend wurden Möglichkeiten des sprachsensiblen Unterrichts erarbeitet. Als besonderes didaktisches Prinzip wurde das “Scaffolding” vorgestellt, bei dem im sprachsensiblen Unterricht zunächst ein sprachliches Gerüst aufgebaut und anschließend wieder abgebaut wird.

Insgesamt war die Veranstaltung gut geeignet, um den angehenden Deutschlehrkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man mit sprachlicher Diversität im Unterricht umgehen kann.

Das Industriemuseum Lohne als außerschulischer Lernort im Sachunterricht

Foto: Arne Thiede

Foto: Arne Thiede

Das Sachunterrichtsseminar I unter der Leitung von Herrn Droste erkundete kürzlich das Industriemuseum Lohne und untersuchte seine Eignung als außerschulischen Lernort für das Fach Sachunterricht.

In einer Führung durch das Museum informierten sich die Lehreranwärter/innen über die Geschichte der Industrialisierung der Stadt Lohne. Vielfältige Exponate veranschaulichen dabei nicht nur die Besonderheiten der industriellen Produktion, sondern spiegeln auch die Lebensbedingungen der Arbeiter und Kinder wider.

Im Fokus stehen immer wieder die vielen museumspädagogischen Angebote, durch die – nicht nur Kinder – historische Handwerkstechniken und Lebensbedingungen erfahren und nachempfinden können.

So lernen die Museumsbesucher/innen zunächst, dass die Industrialisierung in Lohne Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Produktion von Schreibfedern aus Gänsekielen begann, bevor die BesucherInnen eigene Schreibfedern herstellen und ausprobieren dürfen. In einem nachgestellten historischen Klassenraum kann in einer „historischen Schulstunde“ der damalige Schulalltag nachempfunden und mit dem heutigen verglichen werden. In einer Pinselfabrik stellen die Besucher/innen in aufwändiger Handarbeit einen eigenen Pinsel her.

Zu weiteren Ausstellungsbereichen zählen unter anderem die Zigarrenherstellung, Kork- und Kunststoffverarbeitung sowie eine historische Dampfmaschine, die den Motor der Industrialisierung veranschaulicht.

Die Seminarteilnehmer/innen zogen das Fazit, dass sich das Industriemuseum Lohne als außerschulischer Lernort im Sachunterricht hervorragend eignet, um Kompetenzen in der Perspektive „Zeit und Geschichte“ sowie „Technik“ zu erweitern.


Bericht und Fotos: Arne Thiede