Archiv für den Monat: Juni 2016

O schaurig ist’s übers Moor zu gehen …

O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
Sich wie Phantome die Dünste drehn
Und die Ranke häkelt am Strauche,
Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
Wenn aus der Spalte es zischt und singt,
O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
Wenn das Röhricht knistert im Hauche! […]

Annette von Droste-Hülshoff (1842)

Das Goldenstedter Moor als außerschulischer Lernort im Sachunterricht

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Foto: Claudia Gerdes

 So wie in dem Gedicht „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff, wird das Moor auch gegenwärtig noch häufig als geheimnisvoller und zugleich faszinierender Ort dargestellt. Eine solche ästhetische Zugangsweise kann Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Lebensraum „Moor“ im Sachunterricht sein. Um Schüler/innen mit allen Sinnen an den Lebensraum heranzuführen und auf die Besonderheiten aufmerksam zu machen, eignet sich eine Exkursion ins Moor.

Das Sachunterrichtsseminar II erkundete daher kürzlich im Rahmen eines 3,5-stündigen Schulprogramms das Goldenstedter Moor, welches seit 1987 unter Naturschutz steht, und untersuchte seine Eignung als außerschulischen Lernort für das Fach Sachunterricht.

Zu Beginn konnten die Lehreranwärterinnen in einer 90-minütigen Fahrt mit der Moorbahn durchs Goldenstedter Moor das Moor als Ökosystem erleben und die verschiedenen Moorstadien, alte bäuerliche und industrielle Torfstiche sowie unberührte Moor- und Renaturierungsflächen erkennen. Die Begleitung durch Herrn Wohlfahrt ermöglichte eine vertiefende Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Moorlandschaften sowie den unterschiedlichen Tier- (z. B. Moorbläuling und Moosjungfer) und Pflanzenarten (z. B. Torfmoos, Wollgras, Moosbeere und Sonnentau) eines Moores.

Im Anschluss daran beschäftigten sich die Lehreranwärterinnen auf einem 800 Meter langen Moorerlebnispfad mit dem Aufbau, der Entwicklung, der Gefährdung, der Nutzung und den Formen der Regeneration des Hochmoores.

Abschließend wurde mit vereinten Kräften eine Torfprobe entnommen und gestochener Torf im Labor auf seine Bestandteile hin untersucht. Im Moortunnel konnten die Lehreranwärterinnen zudem in die „Unterwelt des Moores“ eintauchen und etwas über das Schicksal von Jan Spieker erfahren, der 1828 im Moor versank und erst 150 Jahre später gefunden wurde.

Am Ende waren sich die Lehreranwärterinnen einig: Das Goldenstedter Moor eignet sich hervorragend als außerschulischer Lernort im Sachunterricht, um unterschiedliche Kompetenzen in den Perspektiven „Raum“, „Natur“ und „Zeit und Geschichte“ zu erweitern. Die Veränderung des Landschaftsbildes und der Rückgang, gar Verlust, des natürlichen Lebensraums, u. a. durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und jahrhundertelange Torfgewinnung, machte zudem deutlich, dass der mehrperspektivische Einblick die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem gefährdeten Lebensraum „Moor“ bildet (BNE).

Text: Claudia Gerdes

Verabschiedung von Wiebke Nickels

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Foto: Steffi Tetzner

(daßke) Das Studienseminar verabschiedete jetzt in einer Feierstunde Frau Wiebke Nickels. Frau Nickels begann ihre Tätigkeit am Studienseminar 2008 als Fachseminarleiterin Deutsch. Zwischenzeitlich übernahm sie zusätzlich die Leitung des Fachseminars Musik. Zudem wirkte sie als Lehrbeauftragte in der Praxisphase (GHR 300) an der Universität Vechta mit und war parallel dazu auch Lehrerin an der Grundschule Emstek.

Die Rektorin der Dienststelle, Maren Steuwer, bedankte sich bei Frau Nickels für die langjährige erfolgreiche Tätigkeit in der Lehrerausbildung und verwies darauf, dass sich die Kollegin stets flexibel gegenüber Veränderungen gezeigt habe. Dabei stellte sie die hohe Fachkompetenz von Frau Nickels sowie deren Engagement besonders heraus.

Frau Nickels wechselt an die Grundschule Sevelten/Elsten, an der sie zurzeit mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte einer Rektorin beauftragt ist.

“Hoch die Hände, Ref zu Ende” – Verabschiedung von 35 Lehrkräften im Vorbereitungsdienst

Foto: Tino Trubel

Foto: Tino Trubel

(daßke) Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete jetzt in der großen Aula der Universität Vechta 35 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst. Diese waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Kreisen Vechta und Cloppenburg sowie in der angrenzenden Region des Kreises Osnabrück eingesetzt und stellten die Veranstaltung unter das Motto „Hoch die Hände, Ref zu Ende“. Die neue Leiterin der Dienststelle, Maren Steuwer, bedankte sich bei allen angehenden Lehrkräften für die hohe Leistungsbereitschaft und stellte die damit verbundenen guten Prüfungsergebnisse im Rahmen der absolvierten Staatsprüfungen heraus. Das Grußwort der Ausbildungsschulen sprach Rektor Jan Runge als Leiter der Hauptschule Damme. Er nahm in seinen Ausführungen die Besonderheiten der nun anstehenden Berufseinstiegsphase besonders in den Blick. Begleitet wurde die Veranstaltung von musikalischen und medial aufbereiteten Darbietungen, die den Ablauf des Vorbereitungsdienstes für Anwärterinnen und Anwärter mit einem Augenzwinkern in den Blick nahmen. Diese reichten von der „Tour de Kunst“ über die Suche nach neuen Lehrkräften beim „Herzblatt“ bis hin zum Schwarzlichttheater „Licht und Schatten“. Als Abschiedsgeschenk wurde dem Studienseminar durch das Fachseminar Gestaltendes Werken ein Wegweiser überreicht.

Folgende Absolventinnen und Absolventen wurden verabschiedet:

Kathrin Bäker, Julia Berendt, Johanna Bockrath, Annika Böhmer, Johanna Bokern, Sarah Bokern, Vera Brunnberg, Meike Clemens, Christian Drees, Katharina Eik, Rieke Eiting, Janna Espeter, Julia Fecker, Laura große Kohorst, Verena Hammor, Vanessa Hansmann, Anne Hempen, Christin Herding, Sandra von Höfen, Marlene Junkherr, Veronika Kalkhoff, Friederike Kröger, Heike Meerpohl, Kristina Mödden, Birte Möller, Maike Niepel, Katharina Scharps, Alexander Schlütken, Anke Schmiesing, Arne Thiede, Maria Völkerding, Maike Vormbrocke, Heike Wempe, Swantje Weuffen und Maren Wolff.

auf dem Foto: Seminarrektorin Maren Steuwer (hintere Reihe links), Seminarkonrektor Detlev Daßke (vordere Reihe, 2. v. l.), Schulleiter Jan Runge (vordere Reihe, 3. v. l.)

 

Maren Steuwer neue Seminarrektorin am Studienseminar Vechta

Foto: Tino Trubel

Foto: Tino Trubel

(daßke) Mit Wirkung vom 24.05.2016 wurde Frau Maren Steuwer der Dienstposten der Seminarrektorin als Leiterin des Studienseminars Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen übertragen. Frau Regierungsschuldirektorin Beate Kaminski händigte in der Niedersächsischen Landesschulbehörde Regionalabteilung Osnabrück die entsprechenden Unterlagen aus und wünschte alles Gute für die weitere berufliche Tätigkeit, auch im Hinblick auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der Behörde.

Frau Steuwer begann ihre Tätigkeit am Studienseminar Vechta als Fachseminarleiterin Deutsch im Jahr 2006. Parallel dazu war sie auch als Lehrkraft an der Grund- und Hauptschule Wilhelm Busch in Hunteburg eingesetzt, in diesem Kontext auch als Mediatorin. Seit 2013 leitet Frau Steuwer pädagogische Seminare und ist seither auch als Prüfungsvorsitzende im Rahmen von Staatsprüfungen tätig. Zudem verfügt sie über Erfahrungen als Lehrbeauftragte in der Praxisphase (GHR 300) an der Universität Vechta.

Als wichtige Bereiche ihrer zukünftigen Arbeit betrachtet Frau Steuwer die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Seminarausbildung, die Lernbegleitung von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst unter dem Aspekt individueller Beratung und Unterstützung sowie die Kooperation mit Bildungseinrichtungen und anderen Partnern.

Frau Steuwer tritt die Nachfolge von Frau Mechthild Thobe an, die Ende April 2016 in den Ruhestand verabschiedet worden ist.