Archiv für den Monat: September 2016

Technik erleben – Technik begreifen

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Die Welt der Technik und Wissenschaft erlebten die LiVD des Fachseminars Gestaltendes Werken in der „Wissenswerkstatt“ Diepholz.

Bei der Hospitation schauten die LiVD einer Grundschulklasse beim Tüfteln, Forschen, Löten, Hämmern und Sägen zu. In der Elektrowerkstatt hantierten die Schüler selbstständig mit Lötkolben und Heißklebepistole, so dass am Ende eine „Motorisierte Putzmaus“ über die Tische fegte. In der Holzwerkstatt bedienten sie unter Anleitung die elektrische Dekupiersäge zur Erstellung eines funktionstüchtigen „Kerzendampfers“. Zudem verfügt die Werkstatt über einen Computerraum für Robotik und Informatik.

Die Leiterin der Wissenswerkstatt, Frau Dr. Heike Pabst, stellte den LiVD anschließend das Konzept der Wissenswerkstatt vor:

  • Analyse von technischen und wissenschaftlichen Phänomenen,
  • Freies Experimentieren,
  • Produktionsprozess,
  • Kreative Phase.

Die Wissenswerkstatt wurde im Jahr 2015 eröffnet und wird von der Metropolregion Nordwest finanziell gefördert. Die Kinder erhalten unter fachlicher Anleitung die Möglichkeit, Lehrplaninhalte durch praktisches Tun zu ergänzen und zu vertiefen. Für die Besucher im Alter von 8 – 18 Jahren entstehen keinerlei Kosten.

So nahmen die LiVD neben vielen technischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen positive Eindrücke für die unterrichtliche Vernetzung von Technik und Gestaltung mit.

Besuch der Friedensstadt Osnabrück

Foto: Fach Geschichte

Foto: Fachseminar Geschichte

(szepaniak) Das Fachseminar Geschichte und Politik besuchte kürzlich die Stadt Osnabrück im Zuge der fachdidaktisch-methodischen Ausgestaltungsmöglich- keiten außerschulischer Lernorte im Fachunterricht.

Aufgrund der guten Zuganbindung mit dem Ausbildungsgebiet bietet sich eine Exkursion mit Schulklassen in der von Karl dem Großen gegründeten Stadt für den Geschichtsunterricht an. Inwieweit sich die vielfältigen stadtgeschichtlichen Themen tatsächlich unterrichtspraktisch integrieren lassen, wurde an Ort und Stelle von den Fachseminarteilnehmerinnen und -teilnehmern erkundet.

Mithilfe einer fachkundigen Führung durch das historische Rathaus und durch die historische Altstadt wurden Themenbereiche sowohl zur Reformation und den Glaubenskriegen (insbesondere Westfälischer Frieden) , als auch zur mittelalterlichen Stadtentwicklung aufgezeigt. Das Leben und Wirtschaften der Osnabrücker Bürger durch verschiedene Jahrhunderte hindurch wurde dabei eindrucksvoll vermittelt. Sachkundig und methodisch vielfältig wurden Möglichkeiten der Vermittlungsansätze anhand von unterschiedlichen historischen Gebäuden, Straßen, Stadttoren und Denkmälern aus der Vergangenheit aufgezeigt.

Hinweis: Das pädagogische Stadtführungsprogramm umfasst weitere Möglichkeiten zur Einbindung in den Geschichtsunterricht, z.B. zum Nationalsozialismus in Osnabrück oder zu den Osnabrücker Hexenprozessen.

Fotos: Anke Szepaniak

Max Liebermann – Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) In der Kunsthalle Bremen wird zur Zeit die Max Liebermann-Ausstellung „Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport“ vorbereitet. Zur Einstimmung wurden Kunstlehrerinnen und –lehrer aus den umliegenden Schulen eingeladen. An der Veranstaltung nahm auch das Fachseminar Kunst des Studienseminars Vechta teil.

Frau Dr. Hansen als Kuratorin der Ausstellung gestaltete einen lebendigen Vortrag mit vielfältigen Informationen zum Künstler selbst, zum Impressionismus und zur kultur-historischen Bedeutung des Sujets „Sport als Freizeitvergnügen“ um 1900. Die künstlerische Entwicklung Liebermanns wurde erläutert und mit Bildbeispielen belegt.

Ausgehend von ländlich-idyllischen Darstellungen entwickelte Liebermann über die Verbindung mit den Künstlern der „Berliner Sezession“ einen eigenen, impressionistischen Malstil, der sich mit Motiven aus dem Großbürgertum beschäftigte.

Liebermann hat Bewegungsdarstellungen von Pferden, Sportlern, besonders auch von Frauen gemalt und von diesen sportlichen Aktivitäten vorab Skizzen angefertigt.

Die Ausstellung, die von Schulklassen bis Ende 2016 kostenfrei besucht werden kann, bietet eine Auseinandersetzung mit Themen, wie Figur im Raum, sportlicher Bewegungsdarstellung, dem Impressionismus und stellt den kultur-historischen Kontext heraus.

Die sich aus der Ausstellung ergebenen Unterrichtsanregungen sind in einer Broschüre festgehalten. Sie bieten besonders fächerverbindende Vorschläge für den Bereich der SEK I.