Archiv für den Monat: November 2016

Putzmäuse in Diepholz – Besuch der Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest

Foto: Claudia Gerdes

Foto: Claudia Gerdes

(gerdes) Im Sachunterricht der Grundschule hat sich hinsichtlich des naturwissenschaftlich-technischen Lernens für die Jahrgänge 3 und 4 u. a. der Bildungsinhalt „Elektrischer Strom“ etabliert – ein Alltagsphänomen, dem Kinder überwiegend fasziniert und neugierig begegnen und das in einer zunehmend technisierten Gesellschaft für die kindliche Lebenswelt stetig an Bedeutung gewinnt. Im Unterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler vornehmlich Kenntnisse über Elektrizität, wie beispielsweise Leitfähigkeit, Schaltungen, Stromquellen, Stromerzeugung, Stromverbrauch, Wirkungen, Bedeutungen und Sicherheit im Umgang mit Strom. Interesse am naturwissenschaftlich-technischen Arbeiten und Forschen haben Kinder jedoch insbesondere dann, wenn sie selbst etwas herstellen können.

Eine Möglichkeit, naturwissenschaftliche und technische Phänomene altersgerecht und praktisch durch handwerkliches Tun zu erfahren, bietet die „Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest“ in Diepholz, ein außerschulischer Lernort mit dem Schwerpunkt “Naturwissenschaften” und “Technik”. Die „Wissenswerkstatt“ bietet Kindern und Jugendlichen kostenlos (Bustransfer inklusive) u. a. spannende Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik, Experimente zum Entdecken und handwerkliches Arbeiten. Sie verfügt über Werkstatträume für Holzbearbeitung, Elektrotechnik und Robotik, in der Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren Technik erleben und begreifen können.

In dem Kurs „Mit Strom wird’s spannend – Motorisierte Putzmaus“ unter der Leitung von Frau Dr. Heike Papst ging es u. a. um den Stromfluss / um Stromkreise, um die Umwandlung von Strom in Antriebskraft. Es wurde der Frage auf den Grund gegangen, was Handys und Rüttelplatten gemeinsam haben (Vibration). Schließlich wurde jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer die Möglichkeit geboten, eine motorisierte Putzmaus zu bauen und das eigene Werkstück mit nach Hause zu nehmen. Dass dies nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene begeistern kann, zeigen (hoffentlich) die Fotos.

Insgesamt gewannen die Anwärterinnen und Anwärter des Faches Sachunterricht während des dreistündigen Besuchs der „Wissenswerkstatt“ zahlreiche naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse und zogen ein äußerst positives Resümee hinsichtlich der mehrperspektivischen Vernetzung an diesem außerschulischen Lernort.

Fotos: Claudia Gerdes

“Googeln Sie sich regelmäßig!”

Foto: Sandra Kaske

Foto: Sandra Kaske

Das empfahl Kriminalhauptkommissar Harald Nienaber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Pädagogik-Seminare von Frau Casser, Frau Kaske, Frau Obermeyer und Frau Neumann, um unerwünschten Bildpublikationen und Einträgen im Internet über sich selbst vorzubeugen, denn das Internet vergisst nicht. Diese und weitere Inhalte klärten die Teilnehmer/innen  beim Besuch an der Oberschule in Lastrup und informierten sich über die Zusammenarbeit von Schule und Polizei. Dabei standen u.a. folgende Aspekte auf der Agenda:

  • Kriminalitätsentwicklung in den Landkreisen Cloppenburg/Vechta
  • Präventionsangebote der Polizei
  • Erlasslage: Zusammenarbeit Schule – Polizei – Staatsanwaltschaft
  • das polizeiliche Jugendstrafverfahren
  • Polizei und Asylsuchende im Dialog – Projekt

Zunächst stellte Herr Nienaber die Kriminalitätsentwicklung in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta vor, die sich für die beiden Landkreise als sehr erfreulich darstellt. So sei die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat in Cloppenburg oder Vechta zu werden, deutlich geringer als im übrigen Landesgebiet. Auch konnte in der Vergangenheit in beiden Landkreisen eine deutliche Reduzierung der Kriminalitätsraten, die von Minderjährigen verursacht wurden, erreicht werden.

Bei seinem Vortrag machte Herr Nienaber darauf aufmerksam, dass er seine Rolle eher als Präventionspartner sieht. Nicht Interaktion, sondern Prävention stehe bei seiner täglichen Arbeit im Vordergrund. Dabei bestehe eine enge Zusammenarbeit mit der Suchtberatungsstelle und dem Amtsgericht. Falls es dann doch zu Straftaten komme, würden bei den Sanktionsmaßnahmen die erzieherischen Mittel im Vordergrund stehen.

Bei Interesse an einem Vortrag zur Präventionsarbeit der Polizei und/oder einer Projektdurchführung an der Schule zur Gewalt- und Drogenprävention empfahl Herr Nienaber, frühzeitig Terminabsprachen zu treffen, da nur begrenzt Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Text: S. Hesselnfeld-Jost, S. Kaske

Welches Lehrwerk ist das richtige?

Foto: Dr. Meike Schniotalle

Foto: Dr. Meike Schniotalle

Orientierung im ‚Dschungel‘ des Schulbuchmarktes

Das Angebot der Verlage an Lehrwerken und dazugehörigen Materialien scheint heutzutage schier unendlich zu sein. Die große Auswahl offeriert vielfältige Möglichkeiten, stellt jedoch gerade für Berufsanfänger oft eine große Herausforderung dar. Mit einem guten Lehrwerk zu arbeiten, bestimmt maßgeblich die Qualität des Unterrichts. Ebenso sind leider auch die Auswirkungen einer Fehlentscheidung in diesem Bereich bei der Gestaltung von Unterricht nahezu täglich spürbar.

Um den angehenden Lehrerinnen und Lehrern bereits in der Ausbildung eine Hilfestellung zu geben, sich auf dem unüberschaubaren, dschungelgleichen Schulbuchmarkt sicherer orientieren zu können, wurden im Rahmen der Seminararbeit im Fach Deutsch  Vertreterinnen und Vertreter renommierter Schulbuchverlage eingeladen, um exemplarisch die Konzeptionen von unterschiedlichen Schulbüchern und den dazugehörigen Medien und Materialien zu präsentieren. Es ist deutlich geworden, dass die bestehende Materialflut einer wirklich genauen Betrachtung bedarf. Hierbei spielt u.a. eine entscheidende Rolle, welche Angebote die Verlage für die wachsende sprachliche Heterogenität in den Lerngruppen bereitstellen, um bestmögliche materielle Bedingungen für Lernende und Lehrende zu schaffen.

Vorgestellt wurde auch die Online-Plattform skook. Jene hält die für ein erfolgreiches Lehren und Lernen notwendigen Inhalte und Funktionen bereit. Bis zu 1.000 Lehrbücher, interaktive Übungen, Weiterwissen wie Magazine und Tipps sowie Unterrichtsmaterialien stellt diese Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern in digitaler Form kostenfrei zur Verfügung. Neben digitalen Schulbüchern umfasst sie nicht nur passende, mit dem Lehrwerk verknüpfte Materialien, sondern auch sinnvolle Funktionen zur effizienteren Unterrichtsplanung. Beispielhafte Optionen sind Hörspiele zu einzelnen Einheiten, Tafelbilder für interaktive Whiteboards, Power-Point-Präsentationen, differenzierte Arbeitsblätter, individuell veränderbare Kopiervorlagen sowie Klassenarbeiten. Diese Plattform stellt ein zukunftsträchtiges Konzept dar, das für Lehrkräfte bei der Planung und Durchführung von Unterricht eine erhebliche Erleichterung darstellen kann, indem die Materialien an die Lerngruppe individuell angepasst werden können und durch skook nicht nur an einem geschützten, persönlichen Arbeitsplatz angefertigt vorliegen, sondern auch jederzeit und überall abrufbar sind. Insbesondere für die Sekundarstufe zeichneten die Anbieter visionäre Bilder von digitalen Schulbüchern in Laptopklassen. Zunehmend arbeiten die Verlage aber auch für den Grundschulbereich an derartigen Angeboten.

Aufgeschlossen stellten sich die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verlage im Anschluss den interessierten und kritischen Fragen der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Unser Dank gilt  Frau Dr. Lohmann, Herrn Alpmann sowie Herrn Dreyer. Ihnen ist es gelungen, die jeweiligen Konzepte der Lehrwerke so systematisch, fachlich kompetent und anschaulich zu präsentieren, dass die angehenden Lehrerinnen und Lehrer nun im Rahmen der Fachkonferenz eine fundiertere Entscheidung für ein Lehrwerk treffen können.

Text: Lena Hülsmeyer / Dr. Meike Schniotalle

 

25 Jahre im Dienst des Landes Niedersachsen

Foto: Detlev Daßke

Foto: Detlev Daßke

(daßke) Kürzlich beging unsere Verwaltungsangestellte Frau Gisela Spille ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Frau Spilles Tätigkeit für das Land Niedersachsen begann 1991 in der Verwaltung der Justizvollzugsanstalt Vechta. In der Folge war sie beim damaligen Schulaufsichtsamt und in der Lehrerfortbildung beschäftigt, später auch in der Außenstelle Vechta des Studienseminars Oldenburg für das Lehramt an Gymnasien.

Seit Anfang 2015 ist Frau Spille Verwaltungsangestellte an unserer Dienststelle, einen zweiten Arbeitsplatz hat sie am Kompetenzzentrum der Universität Vechta. Seminarrektorin Maren Steuwer gratulierte in einer kleinen Feierstunde und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Sie überreichte die Dankesurkunde des Landes Niedersachsen und wünschte Frau Spille für die Zukunft weiterhin alles Gute.

Get up! – Englischseminare in Bewegung

Foto: Sabrina Krause

Foto: Sabrina Krause

Welche tragende Rolle Mimik, Gestik, Bewegungen und szenische Darstellungen im Fremdsprachenunterricht einnehmen, wurde den LiVD der Englischseminare kürzlich bei einem gemeinsamen, sehr praxisorientierten Workshop mit Julia Gundlach im Studienseminar Vechta erneut vor Augen geführt.

„Wie lernen unsere Schülerinnen und Schüler möglichst effektiv, erfolgreich und motivierend eine Fremdsprache?“  Diese Frage begleitet vermutlich alle LiVD des Faches Englisch bei der täglichen Unterrichtsvorbereitung und Methodensuche. Dazu wurde den angehenden Lehrkräften praxisnahes, konkretes und sehr handlungsorientiertes methodisches Werkzeug durch Frau Gundlach in einem zweistündigen Workshop dargeboten. Basierend auf Forschungsergebnissen aus England und den USA, welche die Wirkungskraft von methodischen Herangehensweisen aus dem Bereich Theater und Schauspiel auf Sprachlernergebnisse belegen, konzipierte die gebürtige US-Bürgerin sogenannte EnAct! (English + acting = Enact!) – Kurse in enger Zusammenarbeit mit Studienseminaren, Kompetenzzentren und Schulbuchverlagen. In diesen sollen Lehrkräfte erfahren, wie die Immersionstechniken theatraler Methodik den Englischunterricht in allen Schulstufen erweitern und vereinfachen können. Mithilfe von darstellendem Spiel, szenischen Umsetzungen, dem bewussten Einsatz von Mimik und Gestik zur kongruenten Kommunikation, Bewegungsspielen, Rhythmus und Sprache können Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler beim Sprachlernprozess unterstützen sowie den Unterricht aktiv und motivierend gestalten.

Dies erlebten die LiVD unmittelbar, da Frau Gundlach, die selbst Tanz, Schauspiel und Gesang in Boston studiert hat, viele Schauspielmethoden und –übungen direkt mit den Teilnehmern vor Ort, etwa bei der szenischen Darstellung der Geschichte „The Three Little Pigs“  oder bei dem in englischsprachigen Ländern beliebten Spiel „Charades“ erprobte. Diese praxisnahe und motivierende Herangehensweise stieß bei den Anwärtern auf großes Interesse und bereitete allen sehr viel Freude, wodurch die Umsetzung im eigenen Unterricht höchstwahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

Im Anschluss an den Workshop stellte Herr Gudasch Lehrwerke für den Englischunterricht an verschiedenen Schulformen vor. Die LiVD konnten sich einen Überblick über die Angebote verschaffen und wurden ebenfalls über die Vorteile des digitalen Unterrichtsassistenten, der bereits für einige Lehrwerke programmiert wurde, anschaulich informiert.

Text: Pia Stade / Fotos: Sabrina Krause