Archiv für den Monat: Mai 2017

Das Museumsdorf Cloppenburg als außerschulischer Lernstandort

Foto: Studienseminar

(wübbelmann) Ein Besuch im Museumsdorf Cloppenburg ermöglichte kürzlich Anwärter/innen der Pädagogikseminare von Frau Kaske, Frau Neumann und Frau Obermeyer nicht nur einen Blick zurück in die Vergangenheit, in der Schüler/innen noch auf Schiefertafeln schrieben und der Rohrstock zum Schulalltag gehörte, sondern auch einen Einblick in die vielfältigen pädagogischen Angebote des Museumsdorfs.

Diese reichen von Angeboten für Grundschüler, die ihre Dorfschulreife erwerben können über die Erfahrung, mit Gänsekiel und Tintenfass zu schreiben, bis hin zum gemeinsamen Backen von Brot, wie es noch vor Jahrhunderten hergestellt wurde (Vom Korn zum Brot). Mit einer Führung durch das Museumsdorf sowie dem sich anschließenden Workshop Essen wie damals konnten die Anwärter/innen sich selbst einmal in schon fast vergessene Zeiten mitnehmen lassen. Mit jährlich über 50.000 Schüler/innen unter den Besuchern (Flyer des Museumsdorfs: Pädagogische Angebote) ist das Museumsdorf Cloppenburg eine gern genutzte Möglichkeit, Lernende mit handlungsorientierten Angeboten selbst die Vergangenheit nachempfinden zu lassen.

Insofern bot der Besuch des Museumsdorfs für die Anwärter/innen eine geeignete Gelegenheit, pädagogische Angebote kennenzulernen und diese gegebenenfalls zukünftig in den eigenen Schulalltag zu integrieren.

Fotos: S. Kaske

Fremdsprachen – inklusiv unterrichten

(suppressa) Mit welchen Methoden, Hilfsmitteln und Einstellungen kann Inklusion im Englischunterricht gelingen? Wie können alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Stärken und Schwächen gemeinsam in das Unterrichtsgeschehen mit einbezogen werden, um ihr Können zu zeigen und ihre potentiellen Fähigkeiten auszubauen? Mit u. a. diesen Fragen setzt sich Frau Ehlers seit einigen Jahren erfolgreich auseinander und teilte kürzlich einige ihrer Erkenntnisse und Erfahrungen mit den Teilnehmer/innen des Fachseminars Englisch.

Neben gut durchdachten Aufgabenstellungen und angemessenen Materialien ist vor allem die Schaffung eines guten Klassenklimas von großer Bedeutung. Stimmt das Verhältnis zwischen  Lehrkraft und Schüler/innen, dann kann eine Lernatmosphäre geschaffen werden, in der Inklusion gelingen kann.

Zusätzlich können Methodik, Sozialform, Lernhilfen, Quantität und Qualität der Materialen, Ziele und die Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten Bestandteile einer durchdachten Differenzierung sein, die es allen Schüler/innen ermöglicht, aktiv am Englischunterricht teilzunehmen. Das Augenmerk sollte dabei nicht darauf liegen, was die SchülerInnen nicht können, sondern vielmehr auf dem, wozu sie bereits fähig sind. Genau an dieser Stelle setzt die Differenzierung im Unterricht an. Erst wenn die individuellen Lernbedürfnisse der SchülerInnen erkannt wurden, kann zieldifferent gearbeitet werden. Für den Englischunterricht heißt dies aber auch, dass gelegentlich von der Einsprachigkeit abgesehen werden muss, um manchen Schüler/innen einen Arbeitsauftrag auf Deutsch zu erteilen. Dabei soll ihr Verständnis gesichert und ein eigenständiges Arbeiten ermöglicht werden. Ob ein Schüler oder eine Schülerin ein Förderheft bearbeitet, angepasste Arbeitsblätter oder technische Hilfen wie z.B. einen audio reading pen genutzt hat, spielt daher keine Rolle. Solange das Ergebnis in den Unterricht eingebettet werden kann und selbständiges und aktives Englischlernen ermöglicht wurde, ist die Art und Weise, wie ein Lernzuwachs geschaffen wurde, nicht von alleiniger Bedeutung.

Methoden wie TPR, stop and swap, think of one, odd one out oder crack the code waren nur einige Vorgehensweisen, die Frau Ehlers aus eigener Erfahrung empfehlen konnte und zum Teil mit den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst erprobte. Es wurde verdeutlicht, wie bedeutsam präzise Aufgabenstellungen, kleinschrittige Vorgehensweisen, aufbauende Lernkontrollen und gezielte Lernhilfen sein können, um alle Schüler/innen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten zu unterstützen und ihnen erfolgreiches Englischlernen zu ermöglichen.

In ihrem Vortrag ermutigte Frau Ehlers die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, sich auf die Inklusion im Englischunterricht einzulassen und sie als Chance wahrzunehmen, den eigenen Englischunterricht so zu gestalten, dass ein wertschätzender Umgang miteinander und ein angenehmes, lernförderliches Klassenklima für alle geschaffen werden kann.

Fotos: A. Suppressa

Augenschmaus in der Artothek

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Kunstseminar besucht die Artothek im Rathaus Vechta

(von döllen-helmrich) Einen Einblick über die heimische und regionale Kunstszene verschafften sich die Lehreranwärterinnen des Kunstseminars in der Artothek Vechta. Herr Fischer aus der Kulturabteilung informierte über die Entstehung und Zielsetzung der seit über 25 Jahren bestehenden Einrichtung in Vechta (http://www.vechta.de/Kultur/Artothek.aspx).

Kunstwerke aller Art und für jeden Geschmack sind in der Artothek kostenlos auszuleihen. Die Sammlung bietet über 300 Exponate aus den Bereichen Grafik, Druckgrafik, Malerei sowie einige Plastiken an.

Nach einer intensiven Betrachtung der vielfältigen Kunstwerke vor Ort zeigten sich die Teilnehmerinnen des Kunstseminars beeindruckt und sprachen von einem überaus positiven Augenschmaus. Sie werden die Institution nutzen, um Bild-Originale exemplarisch in den Kunstunterricht zu integrieren, so dass Schülerinnen und Schüler über die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler vor Ort informiert sind.