Archiv für den Monat: Juni 2017

Verabschiedung mit großem Chor

Foto: Tino Trubel

(daßke) Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete in der großen Aula der Universität Vechta 14 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst. Diese waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Kreisen Vechta und Cloppenburg eingesetzt. Die Leiterin der Dienststelle, Maren Steuwer, thematisierte in ihrer Abschlussrede die Werte einer zukunftsfähigen Gesellschaft mit Blick auf die pädagogische Arbeit der examinierten Lehrkräfte. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für die hohe Leistungsbereitschaft und stellte die damit verbundenen positiven Prüfungsergebnisse im Rahmen der absolvierten Staatsprüfungen besonders heraus.

Das Grußwort der Ausbildungsschulen sprach Rektorin Elke Möhlmann als Leiterin der Grundschule St. Antonius in Mühlen. Sie nahm in ihren Ausführungen die Besonderheiten der nun anstehenden Berufseinstiegsphase besonders in den Blick. Begleitet wurde die Veranstaltung von musikalischen und medial aufbereiteten Darbietungen, die den Ablauf des Vorbereitungsdienstes für Anwärterinnen und Anwärter aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nahmen. Diese reichten von den „Fünf Phasen einer Beziehung“ bis zum großen Abschlusschor aller Auszubildenden mit dem Wunsch „Ein Hoch auf euch!“, unterstützt durch die Seminarband.

Folgende Absolventinnen und Absolventen wurden verabschiedet:
Insa Barkemeyer, Margarita Boger, Regina Boxhorn, Anna-Lisa Budke, Evelyn Eveslage, Verena Göldner, Lena Hülsmeyer, Anna Lena Jäger, Moritz Mann, Anne Rittau, Kathrin Schlick, Julia von Gösseln, Larissa Wördemann sowie Emine Yildiz.

auf dem Foto: Seminarrektorin Maren Steuwer (mittlere Reihe 2. von links), Rektorin Elke Möhlmann (mittlere Reihe links), Seminarkonrektor Detlev Daßke (vordere Reihe links)

Weitere Fotos finden Sie im passwortgeschützten Bereich “LIVD”.

Besuch der Bait-ul-Qaadir Moschee in Vechta

Foto: Fachseminar Kath. Religion

Im Rahmen einer Seminarsitzung zum Thema „Interreligiöses Lernen“ erhielten die Fachseminare Katholische Religion die Gelegenheit, die Bait-ul-Qaadir Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Gemeinde) in Vechta zu besichtigen. Nach einer Führung um die und in der Moschee durch den Gemeindevorsitzenden, Herrn Butt, kamen die Seminarteilnehmer/innen und einige weitere Gemeindemitglieder zum Austausch und gemeinsamen Gespräch zusammen. Fragen zu Themen, wie beispielsweise Fasten und Ramadan, tägliche Gebetszeiten, die Struktur in den Gemeindegruppen und auch die Eingliederung und Beteiligung von Kindern am Gemeindeleben, wurden besprochen.

Der Besuch ermöglichte allen Seminarteilnehmer/innen einen interessanten Einblick in das Innere einer Moschee und das Gemeindeleben und bot außerdem Anreize, wie ein möglicher Moscheebesuch im Rahmen des interreligiösen Lernens im Religionsunterricht mit Schulklassen gestaltet werden könnte.

Text: Fachseminar Katholische Religion

„Ich war einmal eine Zeitung!“ – Rohstoffe, Ressourcen und Recycling als Themenbereiche einer Bildung für nachhaltige Entwicklung

Foto: Claudia Gerdes

(gerdes) Der Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung” (BNE) meint eine Bildung, die Menschen befähigt, die Zukunft in einer globalisierten Welt aktiv, eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst zu gestalten. Dabei geht es insbesondere darum, die Dimensionen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft in ihrer Komplexität und gegenseitigen Abhängigkeit deutlich zu machen.

Damit die Leitgedanken der Bildung für nachhaltige Entwicklung entsprechend im Unterricht umgesetzt werden können, sollten die Themen u. a. eine zentrale lokale und/oder globale Problemlage betreffen, von längerfristiger Bedeutung sein, auf breitem und differenziertem Wissen über das Thema basieren sowie aussichtsreiche Handlungsmöglichkeiten für den Einzelnen und/oder die Gemeinschaft etc. bieten. Lernformen, die im Sinne der Gestaltungskompetenz eine Teilhabe an Planungs- und Entscheidungsprozessen unterstützen, die Schülerinnen und Schülern also eine aktive und konstruktive Rolle zukommen lassen, sind zu berücksichtigen. – Ohne Frage: Bildung für nachhaltige Entwicklung stellt eine bedeutsame und zugleich anspruchsvolle Aufgabe für Lehrerinnen und Lehrer dar.

Aus diesem Grund beschäftigte sich das Sachunterrichtsseminar II im Rahmen einer Seminarveranstaltung mit dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und der Frage, inwiefern der Sachunterricht dazu einen Beitrag leisten kann. Neben einem theoretischen Input zu diesem Bildungsbereich erarbeiteten und diskutierten die Seminarteilnehmerinnen exemplarisch didaktisch-methodische Umsetzungsmöglichkeiten zu relevanten Themen aus den Bereichen Ressourcenmanagement (Abfall, Wasser, Rohstoffe, wie z. B. Holz) und Konsum (globale Warenströme) – Themenbereiche, die gerade in einer Zeit, in der immer mehr Menschen von immer weniger Ressourcen mit Nahrung, Energie und Materialien versorgt werden müssen, einer besonderen Bedeutung zukommen. Die Schülerinnen und Schüler sollen bei der unterrichtlichen Auseinandersetzung beispielsweise Kompetenzen erwerben, wie Rohstoffe und deren Ursprung sachlich und differenziert zu betrachten, Prozesse zur Nutzung und Verwendung der Rohstoffe zu erkennen, zu verstehen und zu erklären sowie im Sinne der Nachhaltigkeit mit den Ressourcen sorgsam umzugehen und für die Natur als Rohstofflieferant Verantwortung zu übernehmen.

Das Thema Recycling wurde abschließend aufgegriffen, indem die Seminarteilnehmerinnen mit Hilfe mitgebrachter Schöpfrahmen aus alten Zeitungen Papier herstellten. Eine Möglichkeit, um Schülerinnen und Schülern im Sachunterricht ein Recyclingverfahren und dessen Nutzen und Rentabilität exemplarisch und handlungsorientiert (be-)greifbar zu machen.

Fotos: Claudia Gerdes