Archiv für den Monat: November 2017

500 Jahre Reformation

Fotos: Katrin Schwerdtfeger

„Trinke, was klar ist, esse, was gar ist, sage, was wahr ist!“ (Martin Luther)

(lalottis) Das 500–jährige Reformationsjubiläum haben die beiden katholischen Religionsseminare zum Anlass genommen, sich mit Martin Luther, seiner Zeit und seiner Theologie auf besondere Weise zu beschäftigen. Kürzlich fand in der Realschule Friesoythe dazu ein Blockseminar statt, das den ganzheitlichen Zugang zum Thema in den Fokus stellte.

Im ersten Teil des Seminars ging es um die Grundzüge der Reformation und das Leben Martin Luthers. Es wurden vielfältige und unterschiedliche Methoden für die Grundschule und die Sekundarstufe I vorgestellt, mit denen sich Schülerinnen und Schüler der Theologie und der Person Luthers nähern können. Im Anschluss daran beschäftigten sich die Seminarteilnehmer/innen mit den kulinarischen Vorlieben Luthers. Es wurde gekocht und „geschmaust“. Diese ganzheitliche Herangehensweise könnte auch Schülerinnen und Schülern die Zeit des Reformators im Rahmen eines Projekts anschaulich vermitteln.

Es gab Kürbissuppe mit Sauerteigbrot, Schmortopf und Reformationsbrötchen in Form einer Lutherrose, dem Wappen der Familie Luther.  Zwischen den einzelnen Gängen kam der Theologe auch selbst zu Wort, indem Passagen aus seinen Briefen vorgetragen wurden. Die manchmal derbe Sprache zeigte, dass es Luther wichtig war, „dem Volk auf’s Maul zu schauen.“

Begegnung mit Technik – Technisches Lernen im Sachunterricht

Fotos: Claudia Gerdes

(gerdes) Unsere Lebenswelt ist geprägt von technischen Phänomenen. Überall sind und nutzen wir technische Geräte und Errungenschaften, wie beispielsweise den Computer, das Handy, die Waschmaschine oder den Fahrstuhl; Bauwerke, wie Brücken und Türme, sowie Fortbewegungsmittel, wie z. B. das Auto oder das Fahrrad. Kinder wachsen in dieser technisierten Welt auf und verwenden Technik i. d. R. selbstverständlich im Alltag und im Spiel. Ihr Umgang mit Technik ist jedoch meist nur auf ein Bedienungs- und Umgangswissen reduziert; verborgen bleibt ihnen oftmals das Wissen über Entstehungs-, Funktions- und Wirkungszusammenhänge sowie über Folgewirkungen von Technik. Kinder haben allerdings Interesse daran, hinter die „Dinge“ zu schauen. Sie möchten wissen, wie z. B. etwas funktioniert, woraus und wie etwas gemacht ist, wo etwas herkommt und wie es entsteht oder entstanden ist.

Der Sachunterricht in der Grundschule soll an dieses Interesse anknüpfen und den Schülern und Schülerinnen Zugänge zu technischem Handeln und Denken ermöglichen. Dabei stellen das Konstruieren und Herstellen, das Erkunden und Analysieren, das Nutzen, das Bewerten und die Kommunikation von und über Technik zentrale Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen dar. Die Stabilität bei technischen Gebilden, Werkzeuge, Geräte und Maschinen, Arbeitsstätten und Berufe, die Umwandlung und Nutzung von Energie und technische Erfindungen sind perspektivenbezogene Themenbereiche (vgl. Perspektivrahmen Sachunterricht, Perspektive Technik).

Aufgrund der hohen gegenwärtigen und zukünftigen Bedeutung des technischen Bildungsbereichs haben sich die LiVD des Fachseminars Sachunterricht II im Rahmen einer Seminarsitzung mit dem technischen Lernen im Sachunterricht auseinandergesetzt. Nach der Einführung theoretischer Grundlagen stellten die LiVD zum einen ein Zahnradgetriebe u. a. mit Marmeladenglasdeckeln, Wellpappe, Gewindestangen mit Muttern und einer Pappschachtel her, zum anderen wurde beim Bau einer Brücke aus Papier gemeinsam getüftelt/probiert/konstruiert. In einer abschließenden Reflexion des Bildungspotentials dieser exemplarisch gewählten Inhalte und Aufgaben hoben die LiVD insbesondere die (eigene) Begeisterung bei der problemorientierten, aktiv-handelnden Auseinandersetzung hervor – eine Begeisterung, die auch an Schüler und Schülerinnen übertragen werden kann und soll, um neben dem Aufbau technischen Könnens und Wissens gleichsam eine positive Einstellung und Haltung zu Technik zu unterstützen.