Archiv für den Monat: Mai 2018

Erkundung der Wissenswerkstatt Diepholz

Foto: A. von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Die Seminarteilnehmerinnen des Fachseminars Gestaltendes Werken besuchten kürzlich die Wissenswerkstatt in Diepholz. Frau Heike Pabst, Leiterin der Wissenswerkstatt, hieß alle herzlich in dem ehemaligen Schulgebäude willkommen. Filmisch stellte sie das Konzept der Wissenswerkstatt vor.

Da der Besuch der Wissenswerkstatt für Schulen kostenlos ist, ist die Teilnahme an den Workshops als eine sinnvolle Ergänzung zum Werk- und Sachunterricht in den Schulen zu sehen. Spielerisch werden den Schulklassen naturwissenschaftliche und technische Phänomene vermittelt, mit dem Ziel, Kinder für handwerkliche und technische Berufe zu begeistern.

Diese Begeisterung war auch den Seminarteilnehmerinnen anzumerken, die höchst interessiert  die technischen Möglichkeiten und physikalischen Spielzeuge begutachteten und ausprobierten.

Fotos: A. von Döllen-Helmrich

Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Polizei und Staatsanwaltschaft

Foto: Marianne Casser

(casser) Ein Großteil der Teilnehmer/innen aller pädagogischen Seminare durfte einem spannenden Vortrag des Kriminalhauptkommissars Harald Nienaber, Beauftragter für Jugendsachen, beiwohnen.

Die polizeiliche Arbeit ist in verschiedene örtliche Bereiche unterteilt. Der Vortrag zeigte die Struktur der Polizei im Land Niedersachsen am Beispiel der Polizeiinspektion Cloppenburg/ Vechta. Mit ca. 24 Prozent der rund 295.000 Einwohner, die jünger als 20 Jahre alt sind, wird deutlich, dass es sich hier um eine sehr junge Region handelt. Um eine Zusammenarbeit zwischen den ca. 144 Schulen dieser beiden Landkreise und der Polizei zu ermöglichen, ist in jeder politischen Gemeinde eine Polizeidienststelle zu finden, die einen Ansprechpartner für die Schulen benennt.

Dass eine Zusammenarbeit zwischen Schule, Polizei und der Staatsanwaltschaft unabdingbar ist, zeigen unter anderem folgende Zahlen: Obwohl die Anzahl der Straftaten im Hellfeld von 2016 bis 2017 gesunken ist, haben die Straftaten an Schulen in diesem Jahr um 2,1 Prozent zugenommen. Während die Diebstahldelikte zurückgingen, erhöhte sich die Anzahl der Roheitsdelikte (diejenigen, bei der die körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt wird) um ca. 28 Prozent.

Herr Nienaber betonte die besondere Relevanz der Prävention. Die Polizei bietet diesbezüglich verschiedene Projektangebote an Schulen zu verschiedenen Themen, wie z. B. „Das Jugendschutzgesetz“, „Sucht und illegale Drogen aus polizeilicher Sicht“ oder „Junge Menschen und Medienkompetenzen“ an. In den Fokus sollte bei diesen Projektarbeiten allerdings stets auch die Elternarbeit gestellt werden, ohne die nur schwer Erfolge möglich seien. Um als Schule ein Projekt wahrnehmen zu können, müssen sich die diese dafür melden und können so ausgewählt werden. Das Ziel dieser Projekte ist hauptsächlich, mehr Sicherheit im Lebensraum Schule zu gewinnen.

Seit 2003 gibt es einen Erlass, der die Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Polizei regelt. Dieser enthält unter anderem die Anzeige- und Informationspflicht der Schule an die Polizei. Somit sind auch die Lehrkräfte dazu verpflichtet, die Kenntnis einer Straftat (z. B. Raub, politisch/religiös motivierte Kriminalität, Einbruchsdiebstahl etc.) der Schulleitung zu melden. Darüber hinaus besteht auch  eine Informationspflicht der Polizei gegenüber der Schule, wenn diese für den schulischen Bereich zur Abwehr einer Gefahr erforderlich ist.

Neben der Möglichkeit, viele Fragen zu stellen, profitierten die Teilnehmer von vielen Hinweisen auf unterschiedliche Gefahren, beispielsweise im Internet oder durch Whatsapp und damit zusammenhängend von vielen praxisnahen Beispielen.

Weitere Informationen bezüglich der Präventionsarbeit der Polizei können unter www.jugendschutz.net oder www.polizei-beratung.de eingeholt werden. Auf dieser Seite oder unter www.polizei-cloppenburg.de kann ebenfalls Material, wie z. B. Infobroschüren im Klassensatz, bei Ulrich Suhr bestellt werden.