Archiv für den Monat: Juni 2018

Examensfeier des Studienseminars Vechta

Foto: Tino Trubel

(daßke) Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete in der großen Aula der Universität Vechta 46 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst. Diese waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Kreisen Vechta und Cloppenburg sowie im Nordkreis Osnabrück eingesetzt.

Die Leiterin der Dienststelle, Maren Steuwer, griff in ihrer Abschlussrede das Motto auf, unter das die examinierten Lehrkräfte die Feier gestellt hatten: Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen (J. W. v. Goethe). Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für die hohe Leistungsbereitschaft und stellte die damit verbundenen positiven Prüfungsergebnisse im Rahmen der absolvierten Staatsprüfungen besonders heraus – insbesondere vor dem Hintergrund, dass dies der erste Abschlussjahrgang war, der das Reformprojekt GHR 300 durchlaufen hat. Das Grußwort der Ausbildungsschulen sprach Rektor Werner Burwinkel als Leiter der Grundschule Erlte/Hagstedt. Er nahm in seinen Ausführungen die Besonderheiten der nun anstehenden Berufseinstiegsphase besonders in den Blick.

Begleitet wurde die Veranstaltung von musikalischen und medial aufbereiteten Darbietungen, die den Ablauf des Vorbereitungsdienstes für Anwärterinnen und Anwärter aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nahmen – u. a. eine Englischstunde mit dem Titel „This is (not) the yellow of the egg“ bis hin zum emotionalen Solobeitrag von Tabea Treichel mit „You raise me up“, begleitet von Tino Trubel am Flügel.

Folgende Absolventinnen und Absolventen wurden verabschiedet:

Meike Behne, Beret Behrens, Marina Belfqih, Carolin Bergner, André Boots, Stefanie Borchardt, Katharina Bräunling, Kerstin Budde, Friederike Buhr, Caroline Dierkes, Lea Dietrich-Möller, Alina Ennen, Anne Gößling, Laura Harms, Thomas Japs, Judith Kampers, Luisa Kleine Bornhorst, Svea Marie Kuhna, Mareike Markus, Robin Meiners, Annabelle Mittler, Simone Prang, Merle Maria Ratermann, Stefanie Rösener, Melanie Sakowski, Alischa Sander, Judith Schlaphorst, Marie Schmedes, Michèle Schulz, Jennifer Sekler, Anna-Lena Sommer, Anne-Marieke Stelling, Maike Stratmann, Anna-Lena Sube, Meike Thyen, Tabea Treichel, Janine Katharina Tyzak, Lena van der Werp, Ines Vaske, Nils Vor den Tharen, Henning Vorbrink, Ina Wallschlag, Vera Wehebrink, Franziska Wieghaus, Sebastian Willen sowie Verena Wübbelmann.

Fotos: Tino Trubel
Alle hier dargestellten Fotos und weitere Impressionen von der Feierstunde finden Sie im passwortgeschützten Bereich LIVD in hoher Auflösung.

Bienen fliegen ein und aus

Foto: Detlev Daßke

(fs ku/we) Das Fachseminar Gestaltendes Werken wünschte sich eine projektorientierte Unterrichtsidee mit dem Werkstoff Holz. Alle Seminarteilnehmerinnen konnten sich mit dem Naturschutz identifizieren und so reifte in kürzester Zeit der Gedanke, ein Insektenhotel zu bauen.

In Anlehnung an eine Bienenwabe entwickelte sich die Form des Hotels. Aus übrig gebliebenem Bauholz wurde die Form gehrungsgerecht zugesägt und zusammengeschraubt. Die zukünftigen Werklehrerinnen entwickelten ein Zimmersystem und füllten es mit allerlei insektenfreundlichem Material: vom Astwerk über Pflanzenhalme bis hin zum Ziegelton. In einem “Appartement” wurde Katzenton eingebracht, eine Masse aus heißem Wasser, Holzpellets und Katzenstreu.

Damit sich die Insekten auch zurecht finden, wurden die „Straßen“ bzw. „Hotelzimmer“ mit Namen versehen. Nun können sich alle Insekten z.B. an der „Bienen–Bar“ oder im „Assel-Keller“ treffen. Auch in Zukunft werden sicherlich viele Besucher über die Zimmernamen schmunzeln.

Um die Vielfalt unterschiedlicher Werkstoffe und Werkverfahren im Fach Gestaltendes Werken auch in die Gestaltung des Insektenhotels einzubinden, haben die Künstlerinnen und Gestalterinnen sich dazu entschlossen, neben der Holzbearbeitung auch Drahtarbeiten (Metall) in Form einer Spinne und einer Biene als Bezug zur Tierwelt zu gestalten.

Der Spinnenkörper ist aus Elektrokabeln in den typischen Aderfarben entstanden. Durch die gebogenen Initialen der Beteiligten aus Kupferdraht, welche die Beine der Spinne darstellen, entstand eine individuelle und außergewöhnliche Signierung. Die strahlenförmige Anordnung der Spinnenbeine symbolisiert neben der Farbgestaltung des Insektenhotels die Sonnenstrahlen. Als besonderes Highlight wurden der Spinne zwei Augen aus Lötzinn/Silberlot geschenkt. Ihren festen Platz erhielt die Spinne auf der Rückwand des Insektenhotels.

In den darauf folgenden Seminarsitzungen konnte das Fachseminar Kunst die farbliche Gestaltung übernehmen. Die Farbgebung, in Anlehnung an den Farbkreis nach J. Itten, bietet einen praktischen Zugang zur Kunsttheorie und macht das Insektenhotel zu einem weiteren Blickfang rund um das Gebäude des Studienseminars. Es lenkt durch die strahlenförmige Farbgestaltung die Aufmerksamkeit gezielt auf die krabbeligen und emsigen Hotelgäste.

Das Insektenhotel wurde vor Ort aufgestellt und abschließend von allen Teilnehmerinnen aus dem Fachseminar Gestaltendes Werken und dem Fachseminar Kunst als Gesamtkunstwerk begutachtet.

Ein tolles Ergebnis ist Hand in Hand für den Naturschutz entstanden und zeigt, wie gut die Zusammenarbeit der beiden Fachseminare gelungen ist.

Fotos: A. von Döllen-Helmrich, D. Daßke