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“Hauptsache Kopf” verdrehte allen den Kopf

Grafik: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Für den Besuch eines außerschulischen Lernorts wählte das Fachseminar Kunst die Kunsthalle Emden aus. Kürzlich trafen sich alle Beteiligten, um die Ausstellung „Hauptsache Kopf – Jawlensky, Warhol, Cahn“ zu besichtigen.

Kopfdarstellungen – keine Portraits – wurden in der Kunsthalle anonymisiert, stilisiert, expressiv, reduziert, verfremdet, animalisch, seriell oder kopfüber präsentiert. Der Kopf bildete ausnahmslos die “Hauptsache” und hat durch die vielseitigen Kunstwerke allen Seminarteilnehmerinnen wortwörtlich den „Kopf verdreht“.

Einer interessanten und  kompetenten Führung durch die Sammlung folgte ein Comic-Workshop. In spielerischer digitaler Form entwickelten die Anwärterinnen im Team eine Comic-Seite mit Fotografien von den vorab gesehenen Kunstwerken. Vervollständigt wurde der Comic durch Sprechblasen und Textinformationen. Dabei entstanden ansprechende, witzige Ergebnisse (siehe Fotos). Dank einer einfach zu handhabenden App wird diese Idee sicher in der Folge im eigenen Kunstunterricht umgesetzt.

Bevor die Seminarteilnehmerinnen voller positiver Eindrücke die Heimreise antraten, warfen sie noch einen Blick in die Malschule der Kunsthalle Emden. Das verdrehte allen erneut den Kopf, denn die großzügige Licht-Luft-Raum-Gestaltung, wie im Malatelier wahrgenommen, wünscht sich jeder Kunstlehrer nicht nur für einen außerschulischen Lernort, sondern selbstverständlich auch für den eigenen schulischen Kunstraum.

Fotos: A. von Döllen-Helmrich

Bienen fliegen ein und aus

Foto: Detlev Daßke

(fs ku/we) Das Fachseminar Gestaltendes Werken wünschte sich eine projektorientierte Unterrichtsidee mit dem Werkstoff Holz. Alle Seminarteilnehmerinnen konnten sich mit dem Naturschutz identifizieren und so reifte in kürzester Zeit der Gedanke, ein Insektenhotel zu bauen.

In Anlehnung an eine Bienenwabe entwickelte sich die Form des Hotels. Aus übrig gebliebenem Bauholz wurde die Form gehrungsgerecht zugesägt und zusammengeschraubt. Die zukünftigen Werklehrerinnen entwickelten ein Zimmersystem und füllten es mit allerlei insektenfreundlichem Material: vom Astwerk über Pflanzenhalme bis hin zum Ziegelton. In einem “Appartement” wurde Katzenton eingebracht, eine Masse aus heißem Wasser, Holzpellets und Katzenstreu.

Damit sich die Insekten auch zurecht finden, wurden die „Straßen“ bzw. „Hotelzimmer“ mit Namen versehen. Nun können sich alle Insekten z.B. an der „Bienen–Bar“ oder im „Assel-Keller“ treffen. Auch in Zukunft werden sicherlich viele Besucher über die Zimmernamen schmunzeln.

Um die Vielfalt unterschiedlicher Werkstoffe und Werkverfahren im Fach Gestaltendes Werken auch in die Gestaltung des Insektenhotels einzubinden, haben die Künstlerinnen und Gestalterinnen sich dazu entschlossen, neben der Holzbearbeitung auch Drahtarbeiten (Metall) in Form einer Spinne und einer Biene als Bezug zur Tierwelt zu gestalten.

Der Spinnenkörper ist aus Elektrokabeln in den typischen Aderfarben entstanden. Durch die gebogenen Initialen der Beteiligten aus Kupferdraht, welche die Beine der Spinne darstellen, entstand eine individuelle und außergewöhnliche Signierung. Die strahlenförmige Anordnung der Spinnenbeine symbolisiert neben der Farbgestaltung des Insektenhotels die Sonnenstrahlen. Als besonderes Highlight wurden der Spinne zwei Augen aus Lötzinn/Silberlot geschenkt. Ihren festen Platz erhielt die Spinne auf der Rückwand des Insektenhotels.

In den darauf folgenden Seminarsitzungen konnte das Fachseminar Kunst die farbliche Gestaltung übernehmen. Die Farbgebung, in Anlehnung an den Farbkreis nach J. Itten, bietet einen praktischen Zugang zur Kunsttheorie und macht das Insektenhotel zu einem weiteren Blickfang rund um das Gebäude des Studienseminars. Es lenkt durch die strahlenförmige Farbgestaltung die Aufmerksamkeit gezielt auf die krabbeligen und emsigen Hotelgäste.

Das Insektenhotel wurde vor Ort aufgestellt und abschließend von allen Teilnehmerinnen aus dem Fachseminar Gestaltendes Werken und dem Fachseminar Kunst als Gesamtkunstwerk begutachtet.

Ein tolles Ergebnis ist Hand in Hand für den Naturschutz entstanden und zeigt, wie gut die Zusammenarbeit der beiden Fachseminare gelungen ist.

Fotos: A. von Döllen-Helmrich, D. Daßke

Nun flattert sie im Wind …

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Vor einiger Zeit wurde in den Fachseminaren Gestaltendes Werken, Kunst und Textiles Gestalten die Idee geboren, dem Studienseminar eine Fahne zu schenken. Spontan geplant, leicht gesagt, langfristig getan!

Mit allen Seminarteilnehmerinnen wurde die Idee konkretisiert: Planung des Schriftzuges durch das Fachseminar Kunst, Upcycling-Design durch das Fachseminar Gestaltendes Werken, Umsetzung der Näharbeiten durch das Fachseminar Textiles Gestalten.

Die Fahne wurde bei einer früheren Examensfeier präsentiert und verschwand anschließend für einige Zeit, doch sie wurde nicht vergessen. Zur Vollendung der Idee musste ein tiefes Loch geschaufelt, die Fahnenstange einzementiert und alles gesichert angebracht werden. Mit tatkräftiger Unterstützung von Wolfgang Witte erfolgte die Umsetzung.

Nun flattert die segelförmige Fahne vor dem Gebäude des Studienseminars im Wind. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer!