Archiv des Autors: Tino Trubel

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende – Verabschiedung angehender Lehrkräfte

Foto: Tino Trubel

(daßke) Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete in der Aula der Oberschule Ludgerus-Schule Vechta 17 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst sowie die Teilnehmerin eines Anpassungslehrgangs und eine Quereinsteigerin mit berufsbegleitender Qualifizierung. Alle waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Kreisen Vechta und Cloppenburg eingesetzt. Die Leiterin der Dienststelle, Maren Steuwer, griff in ihrer Abschlussrede den von den Absolventinnen und Absolventen gewählten Wahlspruch des griechischen Philosophen Demokrit auf: Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für die hohe Leistungsbereitschaft und stellte die damit verbundenen positiven Prüfungsergebnisse im Rahmen der absolvierten Staatsprüfungen besonders heraus.

Das Grußwort der Ausbildungsschulen sprach Oberschulrektor Dietmar Seide als Leiter der Oberschule Benedikt-Schule in Visbek. Er nahm in seinen Ausführungen die Besonderheiten der nun anstehenden Berufseinstiegsphase in den Blick und verwies auf das Potential, das die Begleitung einer Lehreranwärterin oder –anwärters auch für die Ausbildungsschule bietet. Begleitet wurde die Veranstaltung von musikalischen und medial aufbereiteten Darbietungen, die den Ablauf des Vorbereitungsdienstes für Anwärterinnen und Anwärter aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nahmen. Diese reichten von einer Begrüßung „ohne Worte“ über diverse musikalische Beiträge bis hin zu zwei „Bewegungspausen“, in denen das Publikum selbst aktiv werden konnte und auch wurde.

Folgende Absolventinnen und Absolventen wurden verabschiedet:

Silke Albers-Hackmann, Reinhard Berndsen, Elena Bolling, Ingo Busch, Meltem Esentac, Annika Freericks, Anja Grever, Gabriele Hammersen, Charlotte Heidler, Marlena Möller, Katharina Maria Nordlohne, Verena Olberding, Claudia Overmeyer, Roxana Manuela Sabou, Julia Siegert, Jennifer Stumpf-Stegemeier, Nora Wessels, Jari Ziplys sowie Maria Zumdohme

auf dem Foto: Seminarrektorin Maren Steuwer (hintere Reihe 2. von links), Seminarkonrektor Detlev Daßke (vordere Reihe 2. von rechts)

Fotos: Tino Trubel | Michael Heckmann

 

Verabschiedung von 16 Absolventinnen und Absolventen

Fotos: Tino Trubel

(daßke) Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete in der großen Aula der Universität Vechta 13 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst sowie drei Lehrkräfte, die ihre berufsbegleitende Qualifizierung im Rahmen des Quereinstiegs erfolgreich abschließen konnten. Diese waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Kreisen Vechta und Cloppenburg sowie im Nordkreis Osnabrück und im Südkreis Oldenburg eingesetzt. Die Leiterin der Dienststelle, Maren Steuwer, bezog sich in ihrer Abschlussrede auf den römischen Gott Janus, der für seinen gleichzeitigen Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft bekannt ist. Frau Steuwer übertrug dies auf die Situation der Absolventinnen und Absolventen. Sie blickte zurück auf die Spezifika des Vorbereitungsdienstes und nahm gleichzeitig die Herausforderungen und Chancen der nun vor allen liegenden Berufseinstiegsphase in den Blick. Frau Steuwer bedankte sich bei allen Beteiligten für das hohe Engagement und stellte die damit verbundenen positiven Prüfungsergebnisse im Rahmen der absolvierten Staatsprüfungen besonders heraus.

Begleitet wurde die Veranstaltung von diversen Darbietungen, die den Ablauf des Vorbereitungsdienstes für Anwärterinnen und Anwärter aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nahmen. Diese reichten von einem Beitrag in Anlehnung an Dantes „Göttliche Komödie“ bis hin zu einem „Werbespot“ für das Studienseminar. Umrahmt wurde die Feier von musikalischen Beiträgen am Flügel sowie a capella.

Folgende Absolventinnen und Absolventen wurden verabschiedet: Sina Feldmann, Andreas Hinners, Christopher Imig, Andreas Kalvelage, Miriam Kösters, Aileen Lange, Christian Röwekamp, Annika Schmidt, Marjana Schneidewind, Markus Schulte, Pia Stade, Mike Steinkamp, Kerstin Weber, Lilly Weimar, Mario Wilm sowie Maike Wöhrmann.

Weitere Fotos sowie Videos finden Sie im internen Bereich für LiVD.

auf dem Foto: Seminarrektorin Maren Steuwer (hintere Reihe links), Seminarkonrektor Detlev Daßke (vordere Reihe links)

Verabschiedung verdienter Fachseminarleitungen

Foto: Tino Trubel

(daßke) Am Studienseminar Vechta wurden kürzlich zwei Fachseminarleitungen durch Seminarkonrektor Detlev Daßke verabschiedet, die zum Teil seit vielen Jahren die Ausbildung angehender Lehrkräfte erfolgreich begleiteten.

Esra Gentürk war seit 2014 als Fachseminarleiterin Biologie für unsere Dienststelle tätig, zugleich arbeitete sie als Lehrerin an der OBS Carl Prüter in Sulingen. Besonderen Wert legte die engagierte Kollegin auf den Praxisbezug, daher lernten ihre Auszubildenden während des Vorbereitungsdienstes unterschiedliche Lernorte kennen, wie beispielsweise den Zoo Hannover oder das Universum in Bremen.

Foto: Lisa Mudder

Matthias Jackstädt (links im Bild) begann seine Tätigkeit als Fachseminarleiter Mathematik bereits im Jahre 2006 am Studienseminar Vechta. Parallel zu seiner Tätigkeit als Realschullehrer an der OBS Benedikt in Visbek widmete er sich fortan der Ausbildung von Lehrkräften, insbesondere im Sekundarbereich I. Herr Jackstädt engagierte sich auch im Rahmen der Homepagegestaltung und vertrat das Fach Mathematik als Lehrbeauftragter in der Praxisphase im Kontext des Reformprojekts GHR 300 an der Universität Vechta.

Wir wünschen Frau Gentürk und Herrn Jackstädt alles Gute auf deren weiterem Wege.

Das Stadttheater als außerschulischer Lernort

Foto: Tino Trubel

Foto: Tino Trubel

(trubel) „Ein Opernbesuch ist eine ganz schön komplexe Sache“, stellten die Anwärter/innen des Fachseminars Musik fest, nachdem sie einen Nachmittag auf der Probebühne 2 des Osnabrücker Stadttheaters verbracht hatten.

Die Teilnehmer/innen des Musikseminars ließen sich vor dem abendlichen Operettenbesuch einen Nachmittag von der Musiktheater- und Konzertpädagogin Laura Nerbl vom Stadttheater Osnabrück in die Welt des Musiktheaters einführen.

Nach einer sehr kurzweiligen Einführung in den Inhalt der im Jahre 1933 uraufgeführten Operette CLIVIA des österreichischen Komponisten Nico Dostal, durften die Anwärter/innen selbst aktiv werden und einen Workshop aus Schülerperspektive erleben.

Zunächst galt es sich mit Stereotypen und Rollenklischees der Hauptcharaktere der Operette CLIVIA auseinanderzusetzen. Was kennzeichnet eine Diva? Wie verhält sich ein Reporter? Was denkt man über einen Diktator? Jede/r Teilnehmer/in durfte sodann in eine zufällig ausgewählte Rolle schlüpfen und diese in einer kurzen Spielszene verkörpern – natürlich wie ein professioneller Schauspieler laut, deutlich und ins Publikum sprechen und nach Möglichkeit nicht von der Rollenkarte ablesen. Wie sehr die Charaktere einer Rolle von Musik beeinflusst werden, konnten die Teilnehmer/innen feststellen, als im Anschluss an ihre Spielszene die zugehörige Musik eingespielt wurde.

Neben der Auseinandersetzung mit der Operette Clivia wurden die Teilnehmer/innen über die Rahmenbedingungen eines Theaterbesuches informiert. So zum Beispiel, dass Handys im Publikum wie kleine Scheinwerfer den Handybesitzer beleuchten und auf die Schauspieler sehr demotivierend wirken.

An vielen Stellen des Nachmittags unterbrach die Theaterpädagogin ihr geplantes Vorgehen und streute immer wieder viele spannende Informationen aus der Arbeit am Theater ein, welche von den Antwärter(inne)n neugierig aufgenommen wurden.

Das Fazit des Workshops lautete: Ein Opernbesuch ist eine ganz schön komplexe Sache. Neben der Auseinandersetzung mit der Musik ist die Auseinandersetzung mit Text, Handlung, Rollen, kulturellem Hintergrund des Stückes und vielem mehr genau so wichtig. Es konnten zahlreiche methodische Herangehensweisen an ein Musiktheaterstück im Unterricht kennengelernt werden. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der theaterpädagogischen Arbeit deutlich, die in Osnabrück in ganz hervorragender Weise geleistet wird.

Am Abend besuchte das Musikseminar schließlich die zweieinhalbstündige Aufführung der Operette CLIVIA, die vor fast ausverkauftem Haus bei allen Seminarteilnehmern für große Begeisterung sorgte.

Missio canonica

Foto: Anke Schmiesing

Foto: Anke Schmiesing

Wann und wie bekommen wir die Missio canonica? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür erfüllen? Zu diesen oder ähnlichen Fragen herrschen unter den Theologiestudenten und Lehreranwärtern im Fach Religion oftmals Unsicherheiten und Unkenntnis. Um Missverständnisse zu vermeiden, stand Matthias Soika vom Offizialat Vechta den Teilnehmern beider Religionsseminare der Fachseminarleiterinnen Frau Schwerdtfeger und Frau Lalottis am vergangenen Donnerstag Rede und Antwort zur Missio canonica. Soika erläuterte gemeinsam mit zwei Referentinnen das Verfahren zur Antragstellung der Lehrerlaubnis und stellte Voraussetzungen für die Verleihung vor.

Die Missio canonica sei eine Art Vertrag zwischen der Kirche und den Religionslehrern, erklärte er weiter. Denn mit der Lehrerlaubnis drücke nicht nur der Bischof den Religionslehrern sein Vertrauen, seine Verbundenheit und seine Solidarität aus, sondern auch die Religionslehrkräfte würden zugleich versprechen, Unterricht nach den Grundsätzen der Kirche zu erteilen.

Ebenfalls anwesend war der Landesfachberater Stephan Westerhoff, der über seine Arbeit mit und an den Schulen vor Ort informierte. Er sei Ansprechpartner für allerlei Belange des Religionsunterrichts. Er würde beispielsweise bei der Erstellung von schuleigenen Arbeitsplänen helfen oder in Fragen zu ökumenischen Kooperationen unterstützen.

Einen herzlichen Dank richten wir hiermit nochmals an das Caritas-Sozialwerk in Vechta, das uns freundlicherweise seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Text: Anke Schmiesing

Mobiles Lernen mit Tabletcomputern

Foto: Julia Trubel-Banke

Foto: Julia Trubel-Banke

(trubel-banke) „Die Geräte sind sehr leicht zu bedienen, mit ihrem geringen Gewicht und ihrer langen Akkulaufzeit sind sie flexibel einsetzbar und sie ermöglichen ein sehr kreatives, individuelles Lernen“, zählt Michael Neumann nur einige der vielen Vorteile auf, die der Einsatz von Tablets, also tragbaren Computern mit Touchscreen, im Unterricht mit sich bringt. Der Medienpädagogische Berater des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und gleichzeitig Lehrer in Vechta stellte im Pädagogikseminar 4 des Studienseminars Vechta die Arbeit mit Tabletcomputern in der Schule vor.

An mittlerweile etwa 200 Schulen in Niedersachsen wird Unterricht mit Mobilgeräten, zunehmend mit Tablets, durchgeführt. „Ein solcher Computer ist sehr benutzerfreundlich und er vereinigt viele Möglichkeiten in sich“, erklärt Neumann, „für die man früher mehrere unterschiedliche Geräte gebraucht hätte. Und das ist für den Einsatz in der Schule einfach praktisch“. So bieten die Tabletcomputer zum Beispiel Funktionen einer Videokamera und eines Taschenrechners an und sie dienen mit ihrem Zugang ins Internet als Recherchequelle. Mithilfe verschiedener sogenannter Apps, also Anwendungsprogramme, können Leistungen wie Landkarten oder Filmschnittprogramme und vieles mehr abgerufen und meist selbsterklärend von Schülern und Lehrern verwendet werden.

Anhand von Beispiel aus Schulen, die bereits mit Tablets arbeiten, demonstrierte Neumann deren praktische Einsatzmöglichkeiten. So hatte sich eine Grundschulklasse auf deren Schulgelände auf die Suche nach Rechten Winkeln begeben. Anhand von mit dem mobilen Tablet erstellten Fotos von zum Beispiel rechtwinkligen Treppenstufen und Zaunelementen konnten die Schüler dann ihre Ergebnisse in der Klasse präsentieren. Ein weiteres Beispiel zeigte die Anfertigung eines Portfolios zu einer Klassenlektüre, also die digitale Herstellung und kreative Zusammenstellung unterschiedlicher Schülerarbeiten zum Thema des Buches wie selbst aufgenommene Hörtexte, Fotografien oder sogar Filme. Neumann, der auch am Kreismedienzentrum Vechta tätig ist, zeigte auf, dass dadurch vor allem auch kooperatives Lernen, also das Erarbeiten von Inhalten mit einem Partner oder innerhalb einer Schülergruppe, gefördert werde.

Zum Abschluss der Seminarsitzung konnten die angehenden Lehrkräfte des Pädagogikseminars 4 von Michael Heckmann ihre neue erworbenen Tablet-Kenntnisse innerhalb einer Aufgabe anwenden. Anhand von für den Einsatz in der Schule besonders geeigneten Apps erstellten Sie eine Mind-Map, also ein Diagramm zum strukturierten Sammeln von Ideen, einen Text und einen Film zu einem Märchenthema. Ein solches Projekt könnte so oder ähnlich im Unterricht einer Grundschule durchgeführt werden.

Hinweis: Das Vechtaer Kreismedienzentrum bietet einen Koffer mit mobilen Tabletcomputern an, den sich Lehrkräfte für einen probeweisen Einsatz an ihrer Schule befristet ausleihen können.

Fotos: Julia Trubel-Banke

Weiterführende Information: Lehren mit Tablets – von Anfang an

25 Nachwuchslehrer/innen beenden ihren Vorbereitungsdienst in Vechta

Foto: Tino Trubel

Foto: Tino Trubel

Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete am Montag, dem 20.07.2015, in der großen Aula der Universität Vechta 25 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst. Die examinierten Lehramtsanwärter/innen waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg eingesetzt. In Kürze werden sie ihren Dienst als Lehrerinnen und Lehrer antreten. Der stellvertretende Leiter der Dienststelle, Michael Heckmann (1. Reihe, links) betonte in seiner Ansprache die große pädagogische Verantwortung von Lehrkräften. Thomas Möller, Rektor der Gerbertschule in Visbek, richtete als Gastredner den Blick auf die anstehende Berufseinstiegsphase. Weitere Programmpunkte der Verabschiedungsfeier waren vielfältige musikalische und künstlerische Darbietungen.

Weitere Fotos finden Sie im passwortgeschützten Bereich.

Soziales Lernen beim Swin-Golf

Foto: Tino Trubel

Foto: Tino Trubel

(trubel) Die pädagogischen Seminare 3 (Trubel), 4 (Heckmann), 5 (Obermeyer), 8 (Casser) und 9 (Kaske) führten kürzlich ihre Seminar-veranstaltung auf dem Gut Vehr in Quakenbrück durch, um den Gutshof mit seiner großen Swin-Golf-Anlage auf Eignung als außerschulischen Lernort zu überprüfen.

Das Gut Vehr ist für einen Großteil aller Schülerinnen und Schüler der Landkreise Vechta und Cloppenburg aufgrund der guten Verkehrsanbindung in unter einer Stunde mit einem Bus preisgünstig erreichbar und somit auch für Tagesfahrten geeignet. Auf dem großen, gepflegten Gutshof stehen für jede Wetterlage Außen- und Innenplätze zur Verfügung, um ein gemeinsames Mittagessen einzunehmen.

Vor der Benutzung der Swin-Golf-Anlage erfolgt eine professionelle Einweisung in die Benutzung des Spielgerätes, wobei auch Sicherheitsaspekte ausführlich angesprochen und in praktischen Übungen behandelt werden. Trotz der guten Verkehrsanbindung befinden sich rund um das Gelände keine vielbefahrenen Straßen. Das Gelände ist darüber hinaus so großzügig angelegt, dass es fast unmöglich ist, Golfbälle vom Gelände zu schlagen. Alle Spielgeräte werden gestellt.

Swin-Golf kann im Gegensatz zum traditionellen Golf in Alltagskleidung gespielt werden, so dass keine Kosten für spezielle Kleidung entstehen. Da nur wenige Unterstellmöglichkeiten im Spielgelände vorhanden sind, empfiehlt es sich, bei entsprechender Witterung für Regen- oder Sonnenschutz zu sorgen.

Beim Swin-Golf-Spielen steht die Stärkung der sozialen Kompetenzen (im Spiel) im Vordergrund. Spielgruppen können leistungsheterogen oder leistungshomogen aufgestellt werden. Stärkere Schüler können als Helfer/Unterstützer fungieren, um beispielsweise einen Gruppensieg zu ermöglichen. Swin-Golf erfordert grundsätzlich keine besondere sportliche Fitness, wodurch auch bei leistungsschwächeren Schülern im Fach Sport Erfolge erzielt werden können. Damit das Spiel gerecht und erfolgreich gespielt werden kann, müssen Regeln thematisiert und befolgt werden. Für fachspezifisches Lernen konnten für die Fächer Mathematik, Deutsch, Sachunterricht/Geschichte, Biologie, Kunst und Sport Aufgaben gefunden werden, deren Umsetzung erst am außerschulischen Lernort praktisch erfahrbar wird.

Ergänzt werden könnte die Fahrt zum Gutshof durch einen Besuch des Ortes Quakenbrück. Hier leitet beispielsweise der sogenannte „Poggenpad“ („Froschweg“) den Weg zu Sehenswürdigkeiten, wie historischen Fachwerkhäusern, Kirchen und dem Stadtmuseum, die das Ortsbild prägen und zahlreiche Lehr- und Lerninhalte für die o.g. Unterrichtsfächer bieten.

Besuch der JVA Vechta für Jungtäter

Foto: Studienseminar

Foto: Studienseminar

Kürzlich besuchte das Pädagogikseminar IV die Justizvollzugsanstalt für Jungtäter in Vechta. Eine JVA in dieser Form ist in Deutschland einzigartig. Hier sind junge Männer im Alter von ca. 21 bis 25 Jahren inhaftiert. Das Bestreben der JVA ist es, die Inhaftierten sozial zu integrieren, sodass sie die Möglichkeit haben, nach dem Vollzug in ein eigenverantwortliches und möglichst straffreies Leben zu starten. In diesem Zusammenhang spielt Bildung eine große Rolle. Doch bevor die Seminarteilnehmer genauere Informationen zu den Schul- und Ausbildungs- möglichkeiten in der JVA Vechta erhielten, wurden sie durch die Haftanstalt geführt.

Die JVA Vechta ermöglicht es den jungen Männern während ihres Vollzugs, alle Schulabschlüsse des Sekundarbereichs I zu erwerben. Wenn die Zeit es erlaubt, können sie auch eine Ausbildung machen. Diese ist in den Bereichen Bau, Elektro, Metall, Farbe, KFZ und Holz möglich. Die Handwerksbetriebe sind alle innerhalb des JVA-Geländes untergebracht und als anerkannte Aus-bildungsbetriebe Mitglieder in der Innung bzw. der Handwerkskammer. Auf diese Weise soll für die Inhaftierten der Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt werden. Hinzu kommt, dass für sie ein Teil des Geldes, das sie verdienen bzw. sie als Schüler in Form von Taschengeld erhalten, seitens der JVA gespart wird. Die jungen Männer haben also ein Startkapital, wenn sie die JVA verlassen. Nur rund 30% der Insassen waren vor Haftantritt beschäftigt. Im Gegensatz dazu haben 80% derjenigen, die die JVA verlassen, eine Anstellung.

Zum Abschluss des Besuchs der JVA hatten die Seminarteilnehmer noch die Möglichkeit, zwei Insassen zu befragen. Es gab viele Fragen zum Leben in der JVA, zur persönlichen Meinung der Gefangenen bzgl. des Konzepts und zu ihren Zukunftsplänen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die jungen Männer den Eindruck vermittelten, dass das Konzept der JVA sich für sie bewährt hat und sie dem Leben nach der Haft durchaus positiv entgegensehen.

Für die Seminarteilnehmer war der Besuch der JVA sicherlich außergewöhnlich, aber sehr interessant. Sie haben einen umfassenden Einblick in die schulische Arbeit der JVA bekommen. Einige LiVD denken nun auch darüber nach, einer Lehrtätigkeit in der Haftanstalt nachzukommen. Für alle steht aber auf jeden Fall fest, dass die Arbeit und das Konzept der JVA für die Inhaftierten förderlich sind und ihnen helfen, später ein „normales Leben“ zu führen.

Bericht: Bettina Ganczorz

Deutschseminar besucht die Kinder- und Jugendbuchmesse

Foto: Lena Olbert

Foto: Lena Olbert

Das Deutschseminar IV von Frau Tetzner besuchte kürzlich die Kinder- und Jugendbuchmesse (KiBuM) in Oldenburg. Das Thema der diesjährigen Messe lautete Merhaba! KiBuM trifft Türkei. Gleichzeitig wurde das 40. Jubiläum der KiBuM gefeiert.

Während des Besuches setzten sich die Teilnehmer/innen mit der KiBuM als Beispiel für einen außerschulischen Lernort im Fach Deutsch auseinander. Um dies besser beurteilen zu können, stöberten sie selbst durch die Ausstellung.

Sie waren begeistert von dem Aufbau und der Atmosphäre, denn es gab Leseecken, gemütliche Schmökerecken mit riesigen Kissen und darüber hinaus auch interaktive Angebote. Beispielsweise glänzte die Mediathek durch Spiele, Apps, Lernprogramme und andere Neuheiten. Zusätzlich bot die Messe weitere Programmpunkte wie Lesungen, Theateraufführungen und musikalische Angebote, die vor allem bei den kleineren Gästen sehr begeistert angenommen wurden.

Abschließend herrschte Einigkeit darüber, dass sich der Besuch der KiBuM in zweierlei Hinsicht lohnt. Einerseits für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, da man viele Anregungen für den Literaturunterricht erhält. Andererseits für Schulklassen der Jahrgänge 1-7 als Besuch eines außerschulischen Lernorts, weil die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ihre Lesemotivation und Lesefreude positiv beeinflusst werden können und Literatur für sie begreifbar zu einem Erlebnis werden kann.

Es war ein wirklich toller Nachmittag!