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Fachseminar Geschichte zu Besuch in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Foto: Anke Szepaniak

(szepaniak) Das Fachseminar Geschichte besuchte kürzlich die Gedenkstätte Bergen-Belsen, um den außerschulischen Lernort als spätere Multiplikatoren näher kennenzulernen.

Unter fachkundiger Anleitung wurde zunächst die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers, Konzentrationslagers und Displaced Persons Camp erläutert. Nach der inhaltlichen und zeitlichen Orientierung in die Geschichte des Lagers konnte das ehemalige Lagergelände begangen werden. Massengräber, die nach der Befreiung durch die britischen Soldaten endstanden, sowie Mahnmale und Gedenksteine erinnern an das Leiden und Sterben der mehr als 70 000 Männer, Frauen und Kinder, die hier ihr Leben ließen. Orte des Gedenkens, wie der Obelisk oder die Gedenkmauer, wurden als Erinnerungsobjekte im schulischen Kontext erläutert.

Digitale Medien wurden auch bei der Begehung des Geländes genutzt: Mithilfe eines Tablets wurden die ehemaligen Gebäude und Baracken beim Rundgang visualisiert und veranschaulicht, an ausgewiesenen Stationen konnten über das Medium Bild- und Textquellen sowie weitere Informationen abgerufen werden. Der Einsatz wurde danach unter den Seminarteilnehmer/innen kontrovers diskutiert.

Im Anschluss erfolgte die eigenständige Erkundung des Dokumentationszentrums, das die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten 2007 eröffnete. Die Ausstellung informiert besonders anschaulich mithilfe vielseitiger Quellen, wie Ausschnitten aus zahlreichen lebensgeschichtlichen Videointerviews mit Überlebenden, Namensverzeichnissen der inhaftierten Menschen, Fotografien, Dokumenten und Gegenständen.

Schlussendlich wurden die Eindrücke zusammengefasst und der Besuch der Gedenkstätte mit Schulklassen thematisiert. Dabei konnte sich das Fachseminar über die vielfältigen Bildungsangebote mit Führungen, Zeitzeugenbegegnungen, Rundgängen und Studientage informieren und bekam einen Einblick in die unterschiedlichen didaktisch-methodischen Ansätze der einzelnen Guides, die ihre Führung individuell und in Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften gestalten. Der Besuch wirkte nachhaltig.

Aufgrund der positiven Annahme der Gedenkstätten-Studientage an niedersächsischen Schulen sollten ein ganzes Jahr im Voraus der Besuch mit Schulklassen gebucht werden.

Fotos: Anke Szepaniak

59 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst vereidigt

Erneut sehr großer Einstellungsdurchgang

(daßke) Die Rektorin des Studienseminars Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen, Maren Steuwer (unten rechts), sowie ihr Stellvertreter, Detlev Daßke (unten Mitte), begrüßten kürzlich im großen Sitzungssaal des Kreishauses Vechta 59 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Dies ist einer der größten Durchgänge angehender Lehrkräfte, der bislang an der Dienststelle eingestellt worden ist. Landrat Herbert Winkel (unten links) hieß alle Anwesenden herzlich im Kreishaus Vechta willkommen und wies in seinem Grußwort u. a. auf die Ziele des Kreises im Kontext der Digitalisierung hin, die auch für die Anwesenden eine große Rolle in ihrem zukünftigen unterrichtlichen Handeln spielen werden.

Die Rektorin des Studienseminars brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass alle angehenden Lehrkräfte ihre Bereitschaft zum Lernen beibehalten und ihre Kompetenzen weiterentwickeln mögen, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Das Studienseminar möchte die Auszubildenden darin unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen und die Lehrkraft zu werden, die sie selbst sein möchten. Sie wünschte für den Start in die nun beginnende Unterrichtspraxis alles Gute.

Die ernannten Anwärterinnen und Anwärter haben ihr Studium in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Schleswig-Holstein erfolgreich abgeschlossen und werden ihre weitere Ausbildung in den nächsten 18 Monaten an Grund-, Haupt-, Real- und Oberschulen im Oldenburger Münsterland sowie in den angrenzenden Regionen der Kreise Osnabrück und Oldenburg absolvieren.

Foto: Jochen Steinkamp (Landkreis Vechta)

Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind nur Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt – Verabschiedung von 25 angehenden Lehrkräften im Studienseminar Vechta

Foto: Tino Trubel

(daßke) Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete kürzlich in der Aula der Geschwister-Scholl-Oberschule Vechta 24 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst sowie den Teilnehmer eines Anpassungslehrgangs. Alle waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Kreisen Vechta und Cloppenburg eingesetzt.

Die Leiterin der Dienststelle, Maren Steuwer, griff in ihrer Abschlussrede das von den Absolventinnen und Absolventen gewählte Zitat des amerikanischen Schriftstellers und Philosophen Henry David Thoreau (1817-1862) auf: „Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind nur Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder“ und verwendete dieses als Metapher, um Herausforderungen und Chancen des Vorbereitungsdienstes genauer zu identifizieren. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für die hohe Leistungsbereitschaft und stellte die damit verbundenen positiven Prüfungsergebnisse im Rahmen der absolvierten Staatsprüfungen besonders heraus. Zudem wurden auch diejenigen Auszubildenden besonders geehrt, die ihre Zusatzqualifikation „Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Verabschiedung begann mit einem Grußwort von Frau Oberschulrektorin Maria Eisleb, die alle Anwesenden als Leiterin der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta am Veranstaltungsort willkommen hieß. In der Folge wies Oberschuldirektor Josef Kalvelage als Leiter der Oberschule Dinklage mit gymnasialem Zweig stellvertretend für alle Ausbildungsschulen auf die Besonderheiten der Berufseinstiegsphase nach dem Vorbereitungsdienst hin.

Begleitet wurde die Veranstaltung von vielfältigen Darbietungen, die den Ablauf des Vorbereitungsdienstes für Anwärterinnen und Anwärter aus unterschiedlichen Perspektiven aufgriffen. Diese begannen mit dem Beitrag „Wenn ich einmal Lehrer bin“ und setzten sich mit den „Szenen aus dem Unterricht“ fort. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung mit dem Titel „Atemlos durch das Ref“ sowie am Ende mit dem großen Chor aller Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und dem Lied „Ein Hoch auf Euch“.

Folgende Absolventinnen und Absolventen wurden verabschiedet:

Julian Belke, Dina Bischler, Florian Buck, Juliane Dellwisch, Max-Philipp Ende, Anne Grüßing, Sarah Hackenholt, Laura Halank, Dr. Julian Hasebrock, Wiebke Haves, Johanna Helfer, Florian Hellmann, Roland Holtvogt, Ann-Kristin Jouck, Eva Kluczkowski, Henrike Köhler, Ramona Lannig, Katrin Lüpken, Lucia Meyer, Marie-Christine Ruppert, Lina Schiffer, Edgaras Saldukas, Lena Stork, Anne Miriam Verwaal sowie Nadine Warnking

auf dem Foto: Seminarrektorin Maren Steuwer (rechts), Seminarkonrektor Detlev Daßke (vordere Reihe 2. von rechts)

Fotos: Tino Trubel, Michael Heckmann

„Bücherhelden“ in Stein

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Kürzlich stellten Lehreranwärter/innen des Faches Kunst ihre im Seminar angefertigten „Bücherhelden“ aus. In der Buchhandlung „Vatterodt“ in Vechta waren die Skulpturen aus Stein ins Schaufenster sowie ins Geschäft integriert. Sie wurden von vielen Besuchern, besonders Kindern, wahrgenommen und bewundert.

Die Ausbildung der Anwärter/innen des Faches Kunst am Studienseminar Vechta beinhaltet eine fachdidaktische sowie eine praxisnahe Ausbildung.

Vorab wurde eine Seminarveranstaltung dazu genutzt, Einblicke in die Arbeit mit Stein/Ytongstein zu erhalten. Ausgehend von Passagen aus den liebsten Kinder- und Jugendbüchern der Lehreranwärter/innen entwickelten sich bei den Seminarteilnehmer/innen konkrete Vorstellungen von den „Bücherhelden“. Zudem dienten Skizzen der ersten Annäherung an die plastische Umsetzung.

Das Charakteristische von Pippi, Michel, Petterson und Co. wurden in Ytong realisiert, indem mit Flach,- Zahn,- und Spitzeisen die jeweilige Figur herausgeschlagen wurde. Eine farbige Fassung blieb bewusst auf wenige Elemente beschränkt.

Fotos: Agnes von Döllen-Helmrich

Interdisziplinäres Arbeiten im Studienseminar Vechta: Mathematik- und Biologieseminar gemeinsam zu Besuch auf der EXPLORE SCIENCE 2019 in Bremen

Foto: Dr. Julian Hasebrock

(dr. hasebrock) Kürzlich besuchten das Mathematik- und das Biologieseminar die naturwissenschaftliche Veranstaltung EXPLORE SCIENCE zum Thema „Zeit“ im Bremer Bürgerpark. Grundsätzlich richtete sich das dortige Angebot an alle Altersstufen, es wurden zu vielen Themenbereichen unterschiedliche Ausstellungen, Workshops und „Mit-Mach-Stationen“ angeboten.

Im biologischen Bereich ist an dieser Stelle beispielsweise die Station „botanica“ zu nennen, an der die Seminarteilnehmer/innen auf Berührung reagierende Mimosen oder fleischfressende Pflanzen bei der Fütterung beobachten und Schmetterlinge mikroskopieren konnten.

Auch die mathematischen Elemente kamen auf der EXPLORE SCIENCE nicht zu kurz. Die von einem mathematischen Verein aus Bremen errichtete Station „Mathematik in Bremen!“ war besonders beeindruckend. Hier wurde u. a. das geometrische Verständnis mithilfe einfacher handlungsorientierter Materialien, wie des Möbiusbandes,  auf verständliche und motivierende Weise gefördert.

Zusätzlich zur allgemeinen Begutachtung der Ausstellung besuchten die Teilnehmer/innen zwei Workshops zu den Themen „Fossilien“ (Biologie) und „GPS-Daten“ (Mathematik). Die gewonnenen Erkenntnisse können nun demnächst in der eigenen schulischen Arbeit umgesetzt werden.

Fotos: Dr. Julian Hasebrock

Kirchenraumpädagogik – Besuch der Propsteikirche St. Georg in Vechta

Foto: Lucia Meyer

(meyer) Kürzlich besuchten die katholischen Religionsseminare die Propsteikirche St. Georg in Vechta. Unter dem Schwerpunkt „Kirchenraumpädagogik“ erlebten die Seminarteilnehmer/innen eine Kirchenraumerkundung nach dem Vier-Phasen-Prinzip.

Bei der ersten Phase handelte es sich um die Annäherung, bei der sich die Teilnehmer/innen zunächst mit der Kirche vertraut machen und erste Eindrücke sammeln konnten. Hierfür bekam jede/r Teilnehmer/in ein kleines Herz und durfte dieses an den eigenen Lieblingsplatz legen. Von dort aus wurde der Text „Jetzt bin ich da, Vater“ chorisch gesprochen und ein Lied gesungen.

Anschließend ging es mithilfe von Entdeckerbögen auf eine Erkundungstour durch die Kirche. Die gezielte Wahrnehmung wurde durch unterschiedliche Detailfragen sowie unter Berücksichtigung mehrerer Sinne in der Phase des Entdeckens gefördert.

Daraufhin befassten sich die Beteiligten in der dritten Phase (Vertiefung) mit der Zuordnung der Sinne zu den entsprechenden Aufgaben und den didaktischen Prinzipen (von außen nach innen, vom Befremden zum Wundern und Staunen, Ganzheitlichkeit, Verlangsamung, Wahrnehmen-Deuten-Darstellen, vom Einzelnen zur Gemeinschaft).

In der letzten Phase (Ablösung) kehrten alle Teilnehmer/innen an ihren Lieblingsplatz in der Kirche zurück. Sie lasen gemeinsam aus dem Buch Kohelet und zogen singend und mit einer festgelegten Schrittfolge aus der Kirche aus.

Alle Beteiligten konnten in der Seminarsitzung praxisorientierte Anregungen zum Thema „Kirchenraumpädagogik“ sammeln und das Vier-Phasen-Prinzip in einer Realsituation selbst erproben.

Fotos: Lucia Meyer

„Zum Nützlichen das Schöne“

Foto: Johanna Riese

(riese) Zu Beginn des neuen Ausbildungshalbjahres besuchte das Fachseminar Biologie das Museumsdorf in Cloppenburg. Hier können nicht nur die regionale Gartenkultur und ihre Nutzungspflanzen, sondern auch historische Zier- und Nutzpflanzen sowie der dazugehörige Gartenalltag innerhalb verschiedener Zeitfenster erlebt werden. Damit versucht das Museumsdorf nicht nur dem Verschwinden von historischen Blumen- und Nutzgärten, sondern auch dem Verschwinden des Wissens um diese entgegenzuwirken.

Im Fokus des Besuchs stand der Workshop „Zum Nützlichen das Schöne“ mit Lukas Aufgebauer. Zunächst bestimmte das Seminar mithilfe eines Bestimmungsschlüssels verschiedene Gehölze, die auf dem Gelände zu finden waren. Während eines Rundgangs konnten die Seminarteilnehmer/innen unterschiedliche historische Gärten, wie den Artländer Visiten-Garten, den Firreler Hausgarten sowie den repräsentativen Adelsgarten und deren Pflanzen erkunden. Der Rundgang endete am Herrenhaus Arkenstede. Dort bot es sich an, die Garten- und Pflanzenausstellung zu besichtigen.

Dieser auch für Schüler/innen angebotene Workshop endet mit der Herstellung einer Samenbombe, die im eigenen Garten ausgesät werden kann und diesen mit heimischen Pflanzen bereichert. Mit viel Freude formten die Seminarteilnehmer/innen aus Erde, Ton und Samen die Bomben. So nehmen alle nicht nur etwas Inhaltliches, sondern auch etwas Eigenes, Selbstgemachtes aus dem Workshop mit nach Hause.

Dank des schönen Wetters konnte das Seminar in der anschließenden Mittagspause das im Backhaus des Museumsdorfes hergestellte Brot im Sonnenschein genießen. Gut gestärkt machten sich die Teilnehmer/innen später auf die Suche nach den im Museumsdorf beherbergten Haustierrassen. Alte Schweine-, Pferde-, Schaf-, Gänse- und auch Hühnerrassen konnten auf dem Gelände ausfindig gemacht werden.

Das Fachseminar Biologie war begeistert von dem außerschulischen Lernort mit seiner Vielfältigkeit und zog ein äußerst positives Resümee. Besonders überzeugte die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die Möglichkeit eines fächerübergreifenden Lernens.

Fotos: Johanna Riese

Wir gehen auf Klassenfahrt!

Foto: Detlev Daßke

(daßke) Die Teilnehmer/innen der pädagogischen Seminare I und II befassten sich kürzlich mit der Planung, Durchführung und Auswertung einer Klassenfahrt. Um praxisorientiert vorzugehen, fand das Seminar an einem potentiellen Ziel für Klassenfahrten, dem Museumsdorf Cloppenburg, statt. Sowohl die Ortswahl als auch die Organisation erfolgte in enger Absprache mit den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst.

Es galt, sich mit den entsprechenden schulrechtlichen Grundlagen und mit allgemeinpädagogischen Fragen und Perspektiven vertraut zu machen, um später auf fundierter Basis pädagogisch sinnvoll einen Zielort auswählen zu können. Begleitet wurde das Seminar u. a. durch diverse Tipps, Hinweise und Checklisten, um die spätere Planung vorzuentlasten.

Die Teilnehmer/innen lernten zudem Bereiche des Museumsdorfes aus museumspädagogischer Perspektive im Rahmen einer Führung kennen, in deren Kontext viele Fragen der angehenden Lehrkräfte beantwortet werden konnten.

Es schloss sich ein auch für spätere Schülerinnen und Schüler wichtiger Aspekt an: das Backen eines eigenen Brotes. Hier erfuhren alle Beteiligten unter Anleitung, wie umfangreich sich die handwerkliche Seite des Brotbackens darstellt. Dies war auch deshalb so eindrucksvoll, weil man den gesamten Prozess multisensorisch erleben durfte – ein nicht zu unterschätzender pädagogischer Aspekt im Kontext späterer schulischer Arbeit.

Beim gemeinsamen Verzehr des selbst hergestellten Brotes war man sich schnell darüber einig, dass das Seminar mit seiner Mischung aus Theorie- und Praxisbezügen eine wichtige Grundlage für die spätere Planung einer Klassenfahrt darstellte.

Fotos: D. Daßke

28 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst am Studienseminar Vechta

Foto: Eva-Maria Dorgelo (Landkreis Vechta)

(daßke) Die Rektorin des Studienseminars Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen, Maren Steuwer (zweite von rechts), sowie ihr Stellvertreter, Detlev Daßke (rechts), begrüßten kürzlich im großen Sitzungssaal des Kreishauses Vechta 28 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Der Erste Kreisrat Hartmut Heinen (links) hieß alle Anwesenden herzlich im Kreishaus Vechta willkommen und wies in seinem Grußwort u. a. auf den Beitrag des Kreises im Kontext der Digitalisierung hin, die auch für die Anwesenden eine große Rolle in ihrem zukünftigen unterrichtlichen Handeln spielen werde. In diesem Kontext stellte er die Einrichtung des geplanten Medienkompetenzzentrums an der Justus-von-Liebig-Schule (Learning Lab) besonders heraus.

Die Rektorin des Studienseminars nahm Bezug auf das Motto des letzten Abschlussjahrgangs: „Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel richtig“ (Prof. Jürg Meier). Sie brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass alle angehenden Lehrkräfte ihre Bereitschaft zum Lernen beibehalten und ihre Kompetenzen weiterentwickeln mögen, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Für den Start in die nun beginnende Unterrichtspraxis wünschte sie alles Gute. Alle Anwärterinnen und Anwärter haben ihr Studium an einer niedersächsischen oder nordrhein-westfälischen Universität erfolgreich abgeschlossen und werden ihre weitere Ausbildung in den nächsten 18 Monaten an Grund-, Haupt-, Real- und Oberschulen im Oldenburger Münsterland sowie im Südkreis Oldenburg absolvieren.

Foto: Eva-Maria Dorgelo (Landkreis Vechta)

Staunen mit Psalm 104 – Die Schöpfung erleben und bewahren

Foto: Katrin Schwerdtfeger

(roling) Passend zum Ende des Schuljahres und dem Beginn der bevorstehenden Sommerferien durften die katholischen Religionsseminare die Natur im Rahmen eines Schöpfungsspaziergangs auf besondere Weise erleben und neu entdecken.

Zur Vorbereitung wurden allen Seminarteilnehmer/innen zunächst zentrale theoretische Grundlagen der Schöpfungstheologie im Zusammenhang mit schulischen Herausforderungen vergegenwärtigt. Im Anschluss daran durften sich alle Teilnehmenden gemeinsam nach Welpe zum Schöpfungsspaziergang begeben.

Das Fundament dafür bildete Psalm 104, der Bewunderung, Dankbarkeit und Freude gegenüber Gottes Schöpfung zum Ausdruck bringt. Anhand mehrerer Stationen sollten dabei – in Bezug zum Psalmtext – alle Sinne durch bewusstes Wahrnehmen der Schöpfung angeregt werden.

So führte der Schöpfungsspaziergang alle Teilnehmenden von einem Gespräch mit einem Sonnenstrahl und dem Einatmen von Sonnenstrahlen über eine partnerschaftlich durchgeführte „Blindenführung“ durch den Wald bis hin zur bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Atmung (in Zusammenhang mit zahlreichen Seifenblasen). Dabei sollten diese und weitere meditative Elemente – wie eine Wasser-Meditation und die gezielte Wahrnehmung der Umgebung (Wärme, Kälte, Geräusche, Gerüche, Bodenbeschaffenheiten, Lichtverhältnisse, Pflanzenarten) – Raum für die eigenen Gefühle und das Alleinsein (mit sich, der Natur und mit Gott) sowie für die Gemeinschaft bieten: Erfahrungen, die später gewinnbringend in die eigene religionspädagogische Arbeit einfließen werden.

Durch die musikalische Begleitung, strahlenden Sonnenschein und die gelungene Vorbereitung wurde der Schöpfungsspaziergang für alle Beteiligten zu einem ganz besonderen Erlebnis, das mit einem gemeinsamen Picknick und der Verabschiedung der diesjährigen Absolventinnen endete.

Fotos: Katrin Schwerdtfeger