Archiv der Kategorie: Allgemein

28 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst am Studienseminar Vechta

Foto: Eva-Maria Dorgelo (Landkreis Vechta)

(daßke) Die Rektorin des Studienseminars Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen, Maren Steuwer (zweite von rechts), sowie ihr Stellvertreter, Detlev Daßke (rechts), begrüßten kürzlich im großen Sitzungssaal des Kreishauses Vechta 28 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Der Erste Kreisrat Hartmut Heinen (links) hieß alle Anwesenden herzlich im Kreishaus Vechta willkommen und wies in seinem Grußwort u. a. auf den Beitrag des Kreises im Kontext der Digitalisierung hin, die auch für die Anwesenden eine große Rolle in ihrem zukünftigen unterrichtlichen Handeln spielen werde. In diesem Kontext stellte er die Einrichtung des geplanten Medienkompetenzzentrums an der Justus-von-Liebig-Schule (Learning Lab) besonders heraus.

Die Rektorin des Studienseminars nahm Bezug auf das Motto des letzten Abschlussjahrgangs: „Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel richtig“ (Prof. Jürg Meier). Sie brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass alle angehenden Lehrkräfte ihre Bereitschaft zum Lernen beibehalten und ihre Kompetenzen weiterentwickeln mögen, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Für den Start in die nun beginnende Unterrichtspraxis wünschte sie alles Gute. Alle Anwärterinnen und Anwärter haben ihr Studium an einer niedersächsischen oder nordrhein-westfälischen Universität erfolgreich abgeschlossen und werden ihre weitere Ausbildung in den nächsten 18 Monaten an Grund-, Haupt-, Real- und Oberschulen im Oldenburger Münsterland sowie im Südkreis Oldenburg absolvieren.

Foto: Eva-Maria Dorgelo (Landkreis Vechta)

Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel richtig – Verabschiedung von 50 angehenden Lehrkräften im Studienseminar Vechta

Foto: Tino Trubel

(daßke) Das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen verabschiedete kürzlich in der Aula der Geschwister-Scholl-Oberschule Vechta 49 Absolventinnen und Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst sowie eine Quereinsteigerin mit berufsbegleitender Qualifizierung. Alle waren in den vergangenen 18 Monaten an Ausbildungsschulen in den Kreisen Vechta und Cloppenburg sowie im Südkreis Osnabrück eingesetzt. Die Leiterin der Dienststelle, Maren Steuwer, griff in ihrer Abschlussrede das von den Absolventinnen und Absolventen gewählte Zitat des Schweizer Professors Jürg Meier auf: „Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel richtig“ und verwendete dieses als Metapher, um Herausforderungen und Chancen des Vorbereitungsdienstes genauer zu identifizieren. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für die hohe Leistungsbereitschaft und stellte die damit verbundenen positiven Prüfungsergebnisse im Rahmen der absolvierten Staatsprüfungen besonders heraus, die dieses Mal besonders positiv ausfielen. Erstmals wurden auch diejenigen Auszubildenden besonders geehrt, die ihre Zusatzqualifikation „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“ erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Verabschiedung begann mit einer ökumenischen Andacht in der Kirche am Campus, die unter dem Motto „Umsteigen auf ein neues Schiff“ stand und von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst gestaltet wurde. Das Grußwort der Ausbildungsschulen sprach Rektorin Barbara Arlinghaus als Leiterin der Grundschule Langförden. Sie nahm in ihren Ausführungen die Besonderheiten der nun anstehenden Berufseinstiegsphase aus Schulleitungsperspektive kurzweilig in den Blick. Begleitet wurde die Veranstaltung von vielfältigen Darbietungen, die den Ablauf des Vorbereitungsdienstes für Anwärterinnen und Anwärter aus unterschiedlichen Perspektiven aufgriffen. Diese begannen mit einer musikalischen Begrüßung der „Busking for Biscuits“ und wurden mit Tschaikowskys „Trepak“ fortgesetzt. Hierbei war auch die Aktivität des Publikums in besonderer Weise gefragt. In der Folge konnte geklärt werden, „was Lehrer nach der Schule machen …“. Abschließend stellten alle Beteiligten ihr Wissen bei „Wer weiß denn sowas?“ unter Beweis.

Folgende Absolventinnen und Absolventen wurden verabschiedet:

Katharina Ahring, Annika Ahrling, Enes Alcibuga, Maike Bahlmann, Niklas Ballmann, Anna Bensberg, Jonas Blanke, Friederike Böckmann, Mandy Cordes, Cengizhan Demir, Dana Dorn, Ines Dumstorff, Lisa Egert, Lisa Elbers, Tanja Framme, Timo Gänsler, Lisa Gels, Tanja Goas, Maike Groenewold, Christine Hackmann, Inga Hartmann, Franziska Kerlfeld, Jasmin Kiener, Marlene Kitzler, Lisa Kleine Lamping, Rieke Koch, Kathrin Krebeck, Thomas Lamping, Vanessa Lehmann, Wiebke Loch, Gerd Lübbe, Bernadette Lüers, Eva Möhlmann, Steffen Molde, Anna Muhle, Nicola Maria Niehues, Jessica Nuxoll, Franziska Olliges, Julia Ording, Mia Pinto da Silva, Lara-Maria Reinermann, Sylvia Reinink, Sharina Riesenbeck, Katrin Roling, Elena Rumker, Nina Schelze, Ramona Schrandt, Jana Siemers, Annika Söhl sowie Annemarie Zurborg

auf dem Foto: Seminarrektorin Maren Steuwer (rechts), Seminarkonrektor Detlev Daßke (vordere Reihe 8. von rechts)

Fotos: Tino Trubel

Spannenden Phänomenen aus Naturwissenschaften und Technik auf der Spur – Besuch der Wissenswerkstatt in Diepholz

Foto: Sabrina Dörfler

(gerdes) Zum Abschluss des Ausbildungshalbjahrs besuchten die drei Fachseminare Sachunterricht gemeinsam die Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest e.V. in Diepholz, einen außerschulischer Lernort unter der Leitung von Dr. Heike Papst mit Schwerpunkt Naturwissenschaften und Technik für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren.

Im Fokus des dreistündigen Besuchs standen die Phänomene „Aggregatzustände des Wassers / Rückstoß“, „Strom/Vibration“ und „Robotik/Programmieren“, die die angehenden Lehrkräfte in den entsprechenden Programmen „Dem Wasser auf der Spur – Kerzendampfer“, „Mit Strom wird’s spannend – Motorisierte Putzmaus“ und „Faszinierende Technik – Programmieren mit Lego WeDo (für Grundschulen)“ handelnd erfahren konnten.

Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst des Fachs Sachunterricht waren begeistert vom naturwissenschaftlich-technischen Arbeiten und Forschen und zogen ein äußerst positives Resümee hinsichtlich der mehrperspektivischen Vernetzung an diesem außerschulischen Lernort.

Fotos: Sabrina Dörfler

Querbeet 2019 – Mit den Augen unserer Schülerinnen und Schüler gesehen

(von döllen-helmrich) Die Seminarteilnehmerinnen des Faches Kunst zeigen in den Seminarräumen an der Bremer Straße selbst erprobte Arbeiten aus den Seminarveranstaltungen der letzten Zeit. Das handlungsorientierte Sammeln eigener Erfahrungen für die Praxis im Kunstunterricht basiert auf fundierten Theoriekenntnissen.

In den Veranstaltungen entwickeln die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf Grundlage didaktisch-methodischer Kompetenzen praktische Beispiele, die schülerorientiert im Kunstunterricht umgesetzt werden können. Ausgestellt sind vielfältige Praxisergebnisse aus den Bereichen der Grafik und Malerei über Portraitdarstellungen bis hin zu Plastiken.

Die exemplarische Auswahl für die Querbeet-Ausstellung entstand im Zeitraum von Februar 2018 bis Mai 2019. Zu sehen sind Arbeiten von Sabine Edelburg, Pia Kleinichen, Eva Kluczkowski, Annabell Martens, Lina Schiffer und Jana Siemers.

Fotos: Agnes von Döllen-Helmrich

„Heute machen wir blau …“ – Besuch im Museumsdorf Cloppenburg

Fotos: Sandra Obermeyer

(obermeyer) Eine Veranstaltung der besonderen Art erlebten die pädagogischen Seminare von Frau Neumann und von Frau Obermeyer bei einem Besuch des Museumsdorfs in Cloppenburg.

Das Themenfeld „außerschulische Lernorte“ wurde im Vorfeld unter rechtlichen Aspekten entsprechend eruiert. Vor Ort wurden dann konkrete Angebote für Schulklassen genauer unter die Lupe genommen, praktisch erprobt und im Hinblick auf eine Eignung im schulischen Kontext untersucht.

Bei dem Workshop „Blaues Wunder“ erfuhren die Teilnehmer/innen, dass blaugefärbte Stoffe im 18. und 19. Jahrhundert ein Zeichen von Wohlstand waren und lernten mehr über die Technik des Blaufärbens. Sie besuchten das Wohnhaus eines Schmieds und Färbers sowie eine Färberwerkstatt und bekamen viele Einblicke in das damalige Leben von Meistern und Lehrlingen. Es wurde außerdem ein Stoffbeutel nach eigenem Design erstellt und die Herkunft vieler Sprichwörter, wie „blaumachen“, „das Wasser bis zum Hals stehen haben“, „den Bach runtergehen“ und „etwas auf der hohen Kante haben“ erklärt.

Die Teilnehmer/innen des Workshops „Pottbäcker und Kannengießer“ erstellten einen Teelöffel und erhielten ebenfalls viele Einblicke in das damalige Leben und Wirken der Menschen. Sie erfuhren mehr über die Entwicklung der Esskultur im Oldenburger Münsterland, z. B., dass ein Essen beendet war, sobald der Herr des Hauses den Löffel niederlegte. Dann ging es an das Gießen eines Löffels aus Zinn, welcher erst gegossen und dann abgeschliffen wurde. Zuletzt wurden die Initialen auf diesem eingeprägt und der Löffel somit personalisiert.

Nach einem Rundgang und einer Stärkung beim typischen Museumsdorf-Brot entließen Frau Neumann und Frau Obermeyer die Teilnehmer/innen mit selbstgefärbten Stoffbeuteln und Teelöffeln sowie mit vielen neuen Erfahrungen und Informationen in eine nicht „blaue“ Woche.

Exkursion zum „Kreativzentrum Holz“

Fotos: Lena Stork

(von Döllen-Helmrich) Die Teilnehmerinnen des Fachseminars Gestaltendes Werken aus dem Studienseminar Vechta erweiterten ihre berufliche Fachkompetenz in Theorie und Praxis, indem sie sich im Kreativzentrum – ehemals Schnitzstube Nienburg – über die Möglichkeiten im Umgang mit Holz informierten.

Nach einer Besichtigung des skulpturengefüllten Gartens und der umfangreich ausgestatteten Werkstatt gestalteten die Teilnehmerinnen unterschiedliche Frühstücksbrettchen. Diese wurden mit einem „Brennpeter“ motivisch ausgearbeitet. Bei der anschließenden Brotzeit kamen diese gleich zum Einsatz. Selbst das Gemüse wurde dafür schnitzend bearbeitet: Aus Möhren entstanden Leckereien in Herz- und Sternform.

Erfüllt von der netten Atmosphäre in der Holzwerkstatt traten alle Lehreranwärterinnen bereichert für zukünftige Werkstunden den Heimweg nach Vechta an.

Französische Lehrkräfte besuchen das Studienseminar Vechta

Foto: Detlev Daßke

(daßke) Kürzlich besuchten vier französische Lehrkräfte im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus+ gemeinsam mit Herrn Dr. Schulte-Wieschen das Studienseminar Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen. Herr Dr. Schulte-Wieschen ist Koordinator für europäische und internationale Angelegenheiten im Schulbereich bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Osnabrück.

Seitens des Studienseminars nahmen Frau SRn Maren Steuwer, Herr SKR Detlev Daßke sowie als PSLn Frau Annerose Schwarz an dem Treffen teil, in dem ein intensiver Austausch über das deutsche und französische Schulsystem sowie insbesondere über die Lehrerausbildung in beiden Ländern erfolgte, der Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich werden ließ. Alle Beteiligten waren sich abschließend darüber einig, ein sehr interessantes und gewinnbringendes Gespräch geführt zu haben.

Am aktuellen Erasmus+-Projekt zwischen dem Copernicus-Gymnasium Löningen, seinen Partnerschulen und der „Direction Départementale des Services de l’Education Nationale de Charente Maritime“ sind folgende Schulen unserer Region beteiligt: GS Astrid Lindgren Lastrup, GS Bunnen, GS Wachtum, GOBS Lindern und das Copernicus-Gymnasium in Löningen. Für die französischen Lehrkräfte standen während ihres Aufenthalts u. a. Besuche der beteiligten Schulen sowie der Universität Vechta auf dem Programm.

auf dem Foto (v. l. n. r.): Dr. Schulte-Wieschen, PSLn Annerose Schwarz, SRn Maren Steuwer sowie die französischen Lehrkräfte Aude Gandais, Marie Teze, Vanessa Bouju-Perio und Sylvie Sore.

„Hauptsache Kopf“ verdrehte allen den Kopf

Grafik: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Für den Besuch eines außerschulischen Lernorts wählte das Fachseminar Kunst die Kunsthalle Emden aus. Kürzlich trafen sich alle Beteiligten, um die Ausstellung „Hauptsache Kopf – Jawlensky, Warhol, Cahn“ zu besichtigen.

Kopfdarstellungen – keine Portraits – wurden in der Kunsthalle anonymisiert, stilisiert, expressiv, reduziert, verfremdet, animalisch, seriell oder kopfüber präsentiert. Der Kopf bildete ausnahmslos die „Hauptsache“ und hat durch die vielseitigen Kunstwerke allen Seminarteilnehmerinnen wortwörtlich den „Kopf verdreht“.

Einer interessanten und  kompetenten Führung durch die Sammlung folgte ein Comic-Workshop. In spielerischer digitaler Form entwickelten die Anwärterinnen im Team eine Comic-Seite mit Fotografien von den vorab gesehenen Kunstwerken. Vervollständigt wurde der Comic durch Sprechblasen und Textinformationen. Dabei entstanden ansprechende, witzige Ergebnisse (siehe Fotos). Dank einer einfach zu handhabenden App wird diese Idee sicher in der Folge im eigenen Kunstunterricht umgesetzt.

Bevor die Seminarteilnehmerinnen voller positiver Eindrücke die Heimreise antraten, warfen sie noch einen Blick in die Malschule der Kunsthalle Emden. Das verdrehte allen erneut den Kopf, denn die großzügige Licht-Luft-Raum-Gestaltung, wie im Malatelier wahrgenommen, wünscht sich jeder Kunstlehrer nicht nur für einen außerschulischen Lernort, sondern selbstverständlich auch für den eigenen schulischen Kunstraum.

Fotos: A. von Döllen-Helmrich

„Wie der Elefant auf den Vorplatz kam“ – Grammatik-Workshop im Studienseminar Vechta

Foto: Sarah Stukenborg

(grawunder/framme) Lautes Lachen dringt aus dem Seminarraum. Vier angehende Deutschlehrerinnen stehen – angeleitet durch die Fachseminarleiterin S. Stukenborg – in einer Reihe, tragen bunte Stirnbänder und jeweils eine Wortkarte. Sie zeigen: Grammatikunterricht muss nicht staubtrocken sein, er kann auch Lernfreude wecken. Aus einem anfangs unsinnigen Satz entstehen nach und nach sinnvolle Satzkonstruktionen. Theoretische Ansätze werden mit der Umstellprobe handlungsorientiert geübt. Eine Lehrkraft im Vorbereitungsdienst sortiert die Wörter zu einem sinnvollen Satz. Bei diesem handelnd-reflektierenden Ansatz des Grammatikunterrichts sollen die Kinder später Satzglieder erkennen können. Sie sehen so, dass es Wörter gibt, die nicht getrennt werden dürfen, die sogar „eng befreundet“ sind. Das wird auch durch die farbigen Stirnbänder visualisiert. Nur das Prädikat bleibt alleine – es ist ein „Einzelgänger“.

Heute geht es in den Fachseminaren Deutsch IV und VI um Grammatisches Lernen im Grundschulunterricht. Zwei Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst haben einen Workshop mit vielfältigen Angeboten zu Wortarten und Satzgliedern vorbereitet. Nach der Vorstellung der verschiedenen Materialstationen machen sich die Seminarteilnehmer ans Werk und arbeiten drauf los: Wortarten-Lapbooks, Satz-Rollen, Satz-Sterne und Verben-Fahrstühle stehen unter anderem zur Auswahl. Alle sind sich einig: Mit dem entstandenen Material lässt sich Grammatikunterricht spannender gestalten. Leistungsschwächere Kinder können auf diese Weise den Lerninhalt besser nachvollziehen und Erfolge verbuchen. Leistungsstarke Schüler hingegen können mittels der Materialien ihre Kenntnisse wiederholend, aber auch vertiefend anwenden.

Musik motiviert die Kinder zusätzlich zum Lernen. So erklärt zum Beispiel ein Song die Bedeutungen von Adjektiven oft besser als manches Grammatikbuch. Das probieren auch die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst an diesem Tag aus. Sie bewegen sich zum Lied „Das ist gerade, das ist schief“.

„Kinder lernen durch Nachahmung“, sagt die Fachseminarleiterin S. Tetzner. Dann kann z. B.  dazu führen, ein Spiel gemeinsam mit den Kindern einzuführen, so können sie die Regeln leichter verstehen. Zum Beweis setzt sie sich mit mehreren Lehrkräften im Vorbereitungsdienst auf den Boden und spielt mit ihnen ein Satzgliederspiel. Dabei müssen verschiedene Sätze gebildet werden. Jeder würfelt. Bei einer bestimmten Zahl darf man eine der bunten Karten ziehen. Es entstehen auch Quatschsätze, wie „Ein riesiger Elefant tanzt auf dem Vorplatz des Zirkus‘.“

Die gute Vorarbeit der Referentinnen hat sich an diesem Tag gelohnt. Die angehenden Grundschullehrer/innen sind mit einem großen Repertoire an Ideen nach Hause gefahren.

Fotos: Sarah Stukenborg

Besuch der Grundschule auf dem Süsteresch (Hauptpreisträger des Deutschen Schulpreises 2016)

Foto: Anna Muhle

(daßke) Die pädagogischen Seminare I und II besuchten kürzlich die Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf, die besonders dadurch Bekanntheit erlangte, dass sie 2016 Hauptpreisträger des Deutschen Schulpreises wurde. Ziel des Seminars war es, sowohl inhaltliche als auch organisatorische Besonderheiten zu eruieren, um den innovativen pädagogischen Ansatz der Schule besser kennenzulernen.

In Kleingruppen erhielten die Seminarteilnehmer/innen Gelegenheit, einen Teil des Schulvormittags näher in Augenschein zu nehmen, der in den Klassen aus einem offenen Anfang, der Selbstlernzeit sowie einem Präsentationskreis bestand. Hier wurde die Lehrkraft zunehmend zum Lernbegleiter bzw. zum Lerncoach, da Schüler/innen sich interessengeleitet entschieden, welchem Inhalt sie sich besonders widmen mochten.

In der Folge erläuterte Rektor Heinrich Brinker das didaktisch-methodische Konzept und ging schwerpunktmäßig auf die Aspekte „Haltung“, „Wie funktioniert Lernen?“ sowie „Beziehung“ ein. Dem schloss sich ein Austausch aller Beteiligten an. Ergänzt wurden diese Informationen durch die Lehrkräfte Frau Claaßen und Herrn Kock, die die Schulentwicklung darstellten und das pädagogische Konzept weiter erläuterten. Viele Fragen – von „Wie lange dauert die Einarbeitung in das offene System?“ bis hin zu „Wie werden DaZ-Schüler/innen betreut?“ – wurden beantwortet.

Anschließend wurden die verschiedenen Lernateliers der Schule von den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern begutachtet (Druckerei, Forscherlabor, Lichtblick, Musik- und Bewegungsraum, Lernwerkstatt Englisch, Malatelier, Bücherei, Tonstudio mit Schulradio, Baubude und Computerräume).

Beim abschließenden Austausch war man sich darüber einig, einen modernen, innovativen pädagogischen Ansatz erlebt zu haben, der an vielen Stellen Potential dafür bietet, zukünftig Elemente in die eigene pädagogische Arbeit zu übernehmen.

Fotos: Anna Muhle