Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Foto: Henning Teschner

Foto: Henning Teschner

(teschner/tetzner) Die Zahl der Schüler/innen ohne bzw. mit nur geringen Deutschkenntnissen ist in den Schulen stark gestiegen. Dies stellt eine besondere Herausforderung für viele Deutschlehrkräfte dar. Um Möglichkeiten kennenzulernen, wie man mit sprachlicher Heterogenität im Klassenzimmer umgehen kann, befassten sich die Deutschseminare 2 und 4 unter der Leitung von Herrn Teschner und Frau Tetzner sowie das Deutschseminar 5 unter der Leitung von Frau Nickels intensiv mit dem Thema „Deutsch als Zweitsprache“.

Zunächst informierten zwei Referentinnen der Niedersächsischen Landesschulbehörde die LiVD über Aufgaben und Funktion der Sprachbildungszentren. Im Anschluss daran erläuterten die Referentinnen, wie die DaZ-Förderung in der Schule konkret ausgestaltet werden könnte. Dabei stellten sie das Konzept der sogenannten „Sprachlernklasse“ vor. Nach diesen theoretischen Ausführungen standen im zweiten Teil der Veranstaltung vor allem praxisorientierte Aspekte im Mittelpunkt. So sollten die angehenden Deutschlehrkräfte ein naturwissenschaftliches Experiment in einer Fremdsprache beschreiben. Der sprachliche Kompetenzerwerb in der Alltagssprache und in der Bildungssprache wurde thematisiert.

Auch wurde eine Schulbuchseite auf sprachliche Stolpersteine hin analysiert. Dahingehend wurden Möglichkeiten des sprachsensiblen Unterrichts erarbeitet. Als besonderes didaktisches Prinzip wurde das „Scaffolding“ vorgestellt, bei dem im sprachsensiblen Unterricht zunächst ein sprachliches Gerüst aufgebaut und anschließend wieder abgebaut wird.

Insgesamt war die Veranstaltung gut geeignet, um den angehenden Deutschlehrkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man mit sprachlicher Diversität im Unterricht umgehen kann.