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Schnitzen – eine „herzliche“ Angelegenheit

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Die Lehreranwärterinnen des Fachseminars Gestaltendes Werken informierten sich im Deutschen Kreativzentrum Holz in Nienburg zum Thema „Schnitzen – Grenzen und Möglichkeiten im Unterricht“. Herr Reinhold Büdeker, Leiter der Institution, erläuterte seine Intentionen zum Schnitzen im Werkunterricht hinsichtlich Motiv, Werkstoff, Werkzeug und Vermittlung des Werkverfahrens.

Als wichtigste Kriterien stellte er die anfänglichen BEGRENZUNGEN beim Tun heraus sowie die Vermittlung von GEDULD, die bei der Umsetzung von dem Lernenden aufgebracht werden muss. Erst nach Überwindung dieser Hürden kann das Schnitzen als persönliche BEREICHERUNG empfunden werden. Von diesen Kriterien konnten sich die Teilnehmerinnen anschließend selbst überzeugen – bei der Umsetzung eines „herzlichen“ Projekts.

Alle resümierten neben der intrinsischen Motivation für das Schnitzen eine konzentrierte, geduldige Ausführung. Die Freude beim Tun stellte sich bei allen Lehreranwärterinnen ein und führte zu ansprechenden, überwiegend herzigen Werkstücken. In der abschließenden Reflexionsrunde in der Schnitzstube entwickelten die Lehreranwärterinnen denkbare Unterrichtsumsetzungen. Angefangen von Schneidübungen mit Obst und Gemüse, über das einführende Schnitzen mit weichen Materialien, wie Kerze und Seife, bis hin zu Schalenobjekten und Tierfiguren als kreative Umsetzungen mit Fichtenholz.

Am Ende des mehrstündigen Workshops waren sich alle einig darüber, dass die gemachten fach- und sachlichen Erkenntnisse und vielfältigen Anregungen zeitnah den Werkunterricht bereichern werden.