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Suchtprävention als pädagogische Herausforderung

Foto: Sandra Kaske

(helfer) Kürzlich fand im Studienseminar Vechta eine Sonderveranstaltung zum Thema „Suchtprävention“ statt. Als Gast wurde Frau Katharina Deeken von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Cloppenburg der Stiftung Edith Stein begrüßt.

Anwärterinnen und Anwärter aus den pädagogischen Seminaren von Frau Kaske, Frau Neumann und Frau Obermeyer folgten im ersten Teil der Veranstaltung gespannt den allgemeinen Informationen, welche die Arbeit der Suchpräventionsstelle, die Entwicklung einer Abhängigkeit sowie den Paradigmenwechsel in der Suchtprävention früher und heute umfassten.

Im zweiten Teil schloss sich das eindrucksvolle „Tankstellenmodell“ an. Dabei setzten sich die Auszubildenden damit auseinander, mit welchen Gefühlen ein „Seelentank“ gefüllt sein muss, um sich gut zu fühlen (z. B. Vertrauen, Geborgenheit) und welche „Tankstellen“ aufgesucht werden, um den „Seelentank“ zu befüllen (z. B. Familie, Freunde, Hobbys). Im nächsten Schritt wurde demonstriert, welche „Tankstellen“ und „Tankinhalte“ bei einer Abhängigkeit wegfallen können und welche Auswirkungen dies auf Betroffene hat.

Nach dem theoretischen Input erfolgte im dritten Teil eine praktische Arbeitsphase. Dabei setzten sich die Teilnehmer/innen in Kleingruppen mit fünf unterschiedlichen Projekten auseinander, die von der Suchtpräventionsstelle entwickelt wurden und in Schulen des Primar- und Sekundarbereichs Anwendung finden. In einem gegenseitigen Austausch im Sinne des Gruppenpuzzles erhielten alle dabei die Möglichkeit, Inhalte der fünf vorgestellten Projekte kennenzulernen und selbst auszuprobieren.

Dieser Tag sensibilisierte angehende Lehrkräfte auf eindrucksvolle Weise für das Thema Suchtprävention in der Schule.

Fotos: Sandra Kaske

Das Museumsdorf Cloppenburg als außerschulischer Lernstandort

Foto: Studienseminar

(wübbelmann) Ein Besuch im Museumsdorf Cloppenburg ermöglichte kürzlich Anwärter/innen der Pädagogikseminare von Frau Kaske, Frau Neumann und Frau Obermeyer nicht nur einen Blick zurück in die Vergangenheit, in der Schüler/innen noch auf Schiefertafeln schrieben und der Rohrstock zum Schulalltag gehörte, sondern auch einen Einblick in die vielfältigen pädagogischen Angebote des Museumsdorfs.

Diese reichen von Angeboten für Grundschüler, die ihre Dorfschulreife erwerben können über die Erfahrung, mit Gänsekiel und Tintenfass zu schreiben, bis hin zum gemeinsamen Backen von Brot, wie es noch vor Jahrhunderten hergestellt wurde (Vom Korn zum Brot). Mit einer Führung durch das Museumsdorf sowie dem sich anschließenden Workshop Essen wie damals konnten die Anwärter/innen sich selbst einmal in schon fast vergessene Zeiten mitnehmen lassen. Mit jährlich über 50.000 Schüler/innen unter den Besuchern (Flyer des Museumsdorfs: Pädagogische Angebote) ist das Museumsdorf Cloppenburg eine gern genutzte Möglichkeit, Lernende mit handlungsorientierten Angeboten selbst die Vergangenheit nachempfinden zu lassen.

Insofern bot der Besuch des Museumsdorfs für die Anwärter/innen eine geeignete Gelegenheit, pädagogische Angebote kennenzulernen und diese gegebenenfalls zukünftig in den eigenen Schulalltag zu integrieren.

Fotos: S. Kaske

“Googeln Sie sich regelmäßig!”

Foto: Sandra Kaske

Foto: Sandra Kaske

Das empfahl Kriminalhauptkommissar Harald Nienaber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Pädagogik-Seminare von Frau Casser, Frau Kaske, Frau Obermeyer und Frau Neumann, um unerwünschten Bildpublikationen und Einträgen im Internet über sich selbst vorzubeugen, denn das Internet vergisst nicht. Diese und weitere Inhalte klärten die Teilnehmer/innen  beim Besuch an der Oberschule in Lastrup und informierten sich über die Zusammenarbeit von Schule und Polizei. Dabei standen u.a. folgende Aspekte auf der Agenda:

  • Kriminalitätsentwicklung in den Landkreisen Cloppenburg/Vechta
  • Präventionsangebote der Polizei
  • Erlasslage: Zusammenarbeit Schule – Polizei – Staatsanwaltschaft
  • das polizeiliche Jugendstrafverfahren
  • Polizei und Asylsuchende im Dialog – Projekt

Zunächst stellte Herr Nienaber die Kriminalitätsentwicklung in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta vor, die sich für die beiden Landkreise als sehr erfreulich darstellt. So sei die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat in Cloppenburg oder Vechta zu werden, deutlich geringer als im übrigen Landesgebiet. Auch konnte in der Vergangenheit in beiden Landkreisen eine deutliche Reduzierung der Kriminalitätsraten, die von Minderjährigen verursacht wurden, erreicht werden.

Bei seinem Vortrag machte Herr Nienaber darauf aufmerksam, dass er seine Rolle eher als Präventionspartner sieht. Nicht Interaktion, sondern Prävention stehe bei seiner täglichen Arbeit im Vordergrund. Dabei bestehe eine enge Zusammenarbeit mit der Suchtberatungsstelle und dem Amtsgericht. Falls es dann doch zu Straftaten komme, würden bei den Sanktionsmaßnahmen die erzieherischen Mittel im Vordergrund stehen.

Bei Interesse an einem Vortrag zur Präventionsarbeit der Polizei und/oder einer Projektdurchführung an der Schule zur Gewalt- und Drogenprävention empfahl Herr Nienaber, frühzeitig Terminabsprachen zu treffen, da nur begrenzt Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Text: S. Hesselnfeld-Jost, S. Kaske

Soziales Lernen beim Swin-Golf

Foto: Tino Trubel

Foto: Tino Trubel

(trubel) Die pädagogischen Seminare 3 (Trubel), 4 (Heckmann), 5 (Obermeyer), 8 (Casser) und 9 (Kaske) führten kürzlich ihre Seminar-veranstaltung auf dem Gut Vehr in Quakenbrück durch, um den Gutshof mit seiner großen Swin-Golf-Anlage auf Eignung als außerschulischen Lernort zu überprüfen.

Das Gut Vehr ist für einen Großteil aller Schülerinnen und Schüler der Landkreise Vechta und Cloppenburg aufgrund der guten Verkehrsanbindung in unter einer Stunde mit einem Bus preisgünstig erreichbar und somit auch für Tagesfahrten geeignet. Auf dem großen, gepflegten Gutshof stehen für jede Wetterlage Außen- und Innenplätze zur Verfügung, um ein gemeinsames Mittagessen einzunehmen.

Vor der Benutzung der Swin-Golf-Anlage erfolgt eine professionelle Einweisung in die Benutzung des Spielgerätes, wobei auch Sicherheitsaspekte ausführlich angesprochen und in praktischen Übungen behandelt werden. Trotz der guten Verkehrsanbindung befinden sich rund um das Gelände keine vielbefahrenen Straßen. Das Gelände ist darüber hinaus so großzügig angelegt, dass es fast unmöglich ist, Golfbälle vom Gelände zu schlagen. Alle Spielgeräte werden gestellt.

Swin-Golf kann im Gegensatz zum traditionellen Golf in Alltagskleidung gespielt werden, so dass keine Kosten für spezielle Kleidung entstehen. Da nur wenige Unterstellmöglichkeiten im Spielgelände vorhanden sind, empfiehlt es sich, bei entsprechender Witterung für Regen- oder Sonnenschutz zu sorgen.

Beim Swin-Golf-Spielen steht die Stärkung der sozialen Kompetenzen (im Spiel) im Vordergrund. Spielgruppen können leistungsheterogen oder leistungshomogen aufgestellt werden. Stärkere Schüler können als Helfer/Unterstützer fungieren, um beispielsweise einen Gruppensieg zu ermöglichen. Swin-Golf erfordert grundsätzlich keine besondere sportliche Fitness, wodurch auch bei leistungsschwächeren Schülern im Fach Sport Erfolge erzielt werden können. Damit das Spiel gerecht und erfolgreich gespielt werden kann, müssen Regeln thematisiert und befolgt werden. Für fachspezifisches Lernen konnten für die Fächer Mathematik, Deutsch, Sachunterricht/Geschichte, Biologie, Kunst und Sport Aufgaben gefunden werden, deren Umsetzung erst am außerschulischen Lernort praktisch erfahrbar wird.

Ergänzt werden könnte die Fahrt zum Gutshof durch einen Besuch des Ortes Quakenbrück. Hier leitet beispielsweise der sogenannte „Poggenpad“ („Froschweg“) den Weg zu Sehenswürdigkeiten, wie historischen Fachwerkhäusern, Kirchen und dem Stadtmuseum, die das Ortsbild prägen und zahlreiche Lehr- und Lerninhalte für die o.g. Unterrichtsfächer bieten.