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Besuch des Doms St. Petrus und der Religionspädagogischen Medienstelle in Osnabrück

Foto: Katrin Schwerdtfeger

(niehues) Im Rahmen einer Seminarsitzung unternahmen die Fachseminare Katholische Religion eine Exkursion nach Osnabrück. Nach einer Erkundung des Doms St. Petrus folgte eine Einheit zur Kirchenraumpädagogik. Hierzu wurden in Gruppenarbeit verschiedene Methoden erprobt und anschließend reflektiert. Der Besuch ermöglichte allen Seminarteilnehmer/innen einen interessanten Einblick in die Praxis der Kirchenraumpädagogik und bot außerdem Anreize zur möglichen Gestaltung einer Unterrichtsstunde.

Im Anschluss daran nahmen die Seminarteilnehmer/innen an einer Führung durch die Religionspädagogische Arbeitsstelle/Diözesanmedienstelle teil. Die Mitarbeiterinnen der Medienstelle stellten Medien vor und gaben einen Überblick über das Ausleihverfahren. Das Angebot zeichnet sich durch die große Vielfalt des religionspädagogischen Materials aus und reicht von Literatur, Unterrichtshilfen, Bildmaterial und Filmen bis hin zu Materialkoffern und biblischen Erzählfiguren. Insbesondere die Materialkoffer und die biblischen Erzählfiguren sind für Religionslehrkräfte hilfreich und bieten für den Unterricht wertvolles Anschauungsmaterial.

Die Medienstelle in Osnabrück hält zudem eine große und interessante Auswahl an didaktischen Arbeitshilfen und theologischer Fachliteratur bereit, die den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst im Kontext der sachanalytischen und didaktischen Auseinandersetzung dienlich sein können. Die Seminarteilnehmer/innen nahmen daher zahlreiche Anregungen für ihren Unterricht mit nach Hause.

Fotos: Katrin Schwerdtfeger

Lass uns eine Kirche entdecken!

Foto: Katrin Schwerdtfeger

(lalottis/wempe) Einen außerschulischen Lernort im Religionsunterricht bietet der Kirchenraum. Zum Thema „Kirchenraumpädagogik“ haben sich die beiden katholischen Religionsseminare in Goldenstedt getroffen, um den sakralen Raum „Kirche“ näher zu erkunden. Hierbei stand das ganzheitliche Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“, in Anlehnung an die  religionspädagogischen Prinzipien der Kirchenraumpädagogik, die 1991 aus der Museumspädagogik als Gegensatz zum problemorientierten Religionsunterricht entstanden ist, im Vordergrund. Es geht um die „Begegnung“ mit dem für Schüler oft fremden Kirchenraum.

Im ersten Teil des Seminars konnten die Seminarteilnehmer/innen anhand von verschiedenen, anschaulichen Materialien ihre Assoziationen zum Kirchenraum (Einstimmung)  äußern. Hiernach folgt ein kurzer theoretischer Input zur Kirchenraumpädagogik, bevor es mit der „Kirchenmaus“ auf Entdeckungstour der St. Gorgonius Kirche ging. Zunächst wurde die Kirche durch einen Gang um das gesamte Gebäude auf seine Besonderheiten hin wahrgenommen. Im Anschluss daran folgte die Erkundung des Innenraumes mit allen Sinnen (von außen nach innen) durch verschiedene Übungen – allein oder in der Gruppe (Kirchen sind steingewordener Glaube).

Diese Erkundung wurde mit einer Reflexionsphase abgerundet, in der sich die Seminarteilnehmer/innen zu ihrem Lieblingsplatz (der biographische Hintergrund ist sehr wichtig) in der Kirche äußerten. Diese methodische Herangehensweise zur Erkundung des Kirchenraumes kann sowohl im Religionsunterricht der Grundschule als auch der Sekundarstufe I stattfinden. Die handlungsorientierte Durchführung dieser Sitzung durch die beiden Referentinnen gab hierfür viele Anregungen und Ideen für die unterrichtspraktische Arbeit.

Fotos: K. Schwerdtfeger

Besuch der Bait-ul-Qaadir Moschee in Vechta

Foto: Fachseminar Kath. Religion

Im Rahmen einer Seminarsitzung zum Thema „Interreligiöses Lernen“ erhielten die Fachseminare Katholische Religion die Gelegenheit, die Bait-ul-Qaadir Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Gemeinde) in Vechta zu besichtigen. Nach einer Führung um die und in der Moschee durch den Gemeindevorsitzenden, Herrn Butt, kamen die Seminarteilnehmer/innen und einige weitere Gemeindemitglieder zum Austausch und gemeinsamen Gespräch zusammen. Fragen zu Themen, wie beispielsweise Fasten und Ramadan, tägliche Gebetszeiten, die Struktur in den Gemeindegruppen und auch die Eingliederung und Beteiligung von Kindern am Gemeindeleben, wurden besprochen.

Der Besuch ermöglichte allen Seminarteilnehmer/innen einen interessanten Einblick in das Innere einer Moschee und das Gemeindeleben und bot außerdem Anreize, wie ein möglicher Moscheebesuch im Rahmen des interreligiösen Lernens im Religionsunterricht mit Schulklassen gestaltet werden könnte.

Text: Fachseminar Katholische Religion

Missio canonica

Foto: Anke Schmiesing

Foto: Anke Schmiesing

Wann und wie bekommen wir die Missio canonica? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür erfüllen? Zu diesen oder ähnlichen Fragen herrschen unter den Theologiestudenten und Lehreranwärtern im Fach Religion oftmals Unsicherheiten und Unkenntnis. Um Missverständnisse zu vermeiden, stand Matthias Soika vom Offizialat Vechta den Teilnehmern beider Religionsseminare der Fachseminarleiterinnen Frau Schwerdtfeger und Frau Lalottis am vergangenen Donnerstag Rede und Antwort zur Missio canonica. Soika erläuterte gemeinsam mit zwei Referentinnen das Verfahren zur Antragstellung der Lehrerlaubnis und stellte Voraussetzungen für die Verleihung vor.

Die Missio canonica sei eine Art Vertrag zwischen der Kirche und den Religionslehrern, erklärte er weiter. Denn mit der Lehrerlaubnis drücke nicht nur der Bischof den Religionslehrern sein Vertrauen, seine Verbundenheit und seine Solidarität aus, sondern auch die Religionslehrkräfte würden zugleich versprechen, Unterricht nach den Grundsätzen der Kirche zu erteilen.

Ebenfalls anwesend war der Landesfachberater Stephan Westerhoff, der über seine Arbeit mit und an den Schulen vor Ort informierte. Er sei Ansprechpartner für allerlei Belange des Religionsunterrichts. Er würde beispielsweise bei der Erstellung von schuleigenen Arbeitsplänen helfen oder in Fragen zu ökumenischen Kooperationen unterstützen.

Einen herzlichen Dank richten wir hiermit nochmals an das Caritas-Sozialwerk in Vechta, das uns freundlicherweise seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Text: Anke Schmiesing

Vom paradiesischen Apfelkuchen bis zum würzigen Passah-Lamm

Biblisches Kochen

Biblisches Kochen

Foto: Katrin Schwerdtfeger

(schwerdtfeger) Kürzlich trafen sich die beiden katholischen Religionsseminare in der Realschule Friesoythe, um sich mit dem Essen und der Gastfreundschaft in der Bibel zu beschäftigen. Um einem ganzheitlichen Ansatz gerecht zu werden, wurde natürlich auch gekocht: z.B. das Linsengericht, für das Esau sein Erstgeburtsrecht an Jakob verkaufte (Gen 25,34). Zu jeder Speise wurden passende Bibelstellen vorgetragen. Zwischen jedem Gang hielt eine Lehrkraft im Vorbereitungsdienst ein Kurzreferat über Speisevorschriften im AT und über das Essen bzw. die Gastfreundschaft im NT, denn für Jesus war das gemeinsame Essen ein sichtbares Zeichen des kommenden Reiches Gottes. Passende Lieder zu Anfang und am Ende rundeten das „biblische Mahl“ ab. In der Schule könnte solch eine Veranstaltung im Rahmen eines Projektes durchgeführt werden.