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„Hauptsache Kopf“ verdrehte allen den Kopf

Grafik: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Für den Besuch eines außerschulischen Lernorts wählte das Fachseminar Kunst die Kunsthalle Emden aus. Kürzlich trafen sich alle Beteiligten, um die Ausstellung „Hauptsache Kopf – Jawlensky, Warhol, Cahn“ zu besichtigen.

Kopfdarstellungen – keine Portraits – wurden in der Kunsthalle anonymisiert, stilisiert, expressiv, reduziert, verfremdet, animalisch, seriell oder kopfüber präsentiert. Der Kopf bildete ausnahmslos die „Hauptsache“ und hat durch die vielseitigen Kunstwerke allen Seminarteilnehmerinnen wortwörtlich den „Kopf verdreht“.

Einer interessanten und  kompetenten Führung durch die Sammlung folgte ein Comic-Workshop. In spielerischer digitaler Form entwickelten die Anwärterinnen im Team eine Comic-Seite mit Fotografien von den vorab gesehenen Kunstwerken. Vervollständigt wurde der Comic durch Sprechblasen und Textinformationen. Dabei entstanden ansprechende, witzige Ergebnisse (siehe Fotos). Dank einer einfach zu handhabenden App wird diese Idee sicher in der Folge im eigenen Kunstunterricht umgesetzt.

Bevor die Seminarteilnehmerinnen voller positiver Eindrücke die Heimreise antraten, warfen sie noch einen Blick in die Malschule der Kunsthalle Emden. Das verdrehte allen erneut den Kopf, denn die großzügige Licht-Luft-Raum-Gestaltung, wie im Malatelier wahrgenommen, wünscht sich jeder Kunstlehrer nicht nur für einen außerschulischen Lernort, sondern selbstverständlich auch für den eigenen schulischen Kunstraum.

Fotos: A. von Döllen-Helmrich

The American Dream

Foto: Fachseminar Kunst

(fs ku) Ein Besuch eines außerschulischen Lernorts ist kein „Ausflug“. Dementsprechend machte sich das Fachseminar Kunst kürzlich auf den Weg in den hohen Norden und besuchte die Kunsthalle Emden. Vorab staunten alle über die neu renovierte Malschule.

Anschließend nahmen alle interessiert an der Führung zur Ausstellung „The American Dream“ teil. Besonders aufschlussreich endete die Führung mit der Vorstellung der Unterrichtsideen, die, von Museumspädagogen begleitet, mit Schulklassen der Grundschule bzw. Sekundarstufe I zur Ausstellung angefertigt wurden.

Stimmen von Seminarteilnehmerinnen:

Mit dem Beginn der Ausstellung tauchten wir in das „Großstadtgetümmel“ ein und wurden durch Videoprojektionen und Geräusche der Stadt New York für das amerikanische Lebensgefühl sensibilisiert. Die verschiedenen Themenbereiche der Ausstellung nahmen dies auf und vermittelten durch vielfältige Kunstwerke einen Eindruck vom sogenannten „American way of life“.

Foto: Fachseminar Kunst

Die Führung wurde durch die Methode des „chinesischen Körbchens“ begleitet, die die einzelnen Bilder zu Erlebnissen werden lies. Dies hat mir sehr gut gefallen und ich finde diese Herangehensweise sehr bereichernd.

Es war interessant, selbst zu erfahren, wie Alltagsgegenstände (z. B. Spielzeugfiguren, Gamecontroller, Spiegel, Streichhölzer) helfen können, sich mit einem Werk auseinander zu setzen. Das „chinesische Körbchen“ ist eine Chance, die Scheu vor Kunstwerken zu nehmen und das Interesse für die Kunst zu wecken.

In der Ausstellung gefiel mir das Bild von Stone Roberts „Grand Central Terminal“ besonders gut. Der Grund liegt darin, dass ich vor einiger Zeit für zwei Monate in New York gewohnt habe und mich direkt in dem Bild in New York wiedergefunden habe.

Insgesamt beeindruckten die größtenteils fotorealistischen Werke durch ihre Farbgebung wie auch Maltechnik und sind ein Zugewinn mit Blick auf die Kunstwerk-/ Künstlerbezüge in unserer eigenen unterrichtlichen Praxis.

Zusammenstellung: Agnes von Döllen-Helmrich (aus Beiträgen der Seminarteilnehmerinnen)