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„Zum Nützlichen das Schöne“

Foto: Johanna Riese

(riese) Zu Beginn des neuen Ausbildungshalbjahres besuchte das Fachseminar Biologie das Museumsdorf in Cloppenburg. Hier können nicht nur die regionale Gartenkultur und ihre Nutzungspflanzen, sondern auch historische Zier- und Nutzpflanzen sowie der dazugehörige Gartenalltag innerhalb verschiedener Zeitfenster erlebt werden. Damit versucht das Museumsdorf nicht nur dem Verschwinden von historischen Blumen- und Nutzgärten, sondern auch dem Verschwinden des Wissens um diese entgegenzuwirken.

Im Fokus des Besuchs stand der Workshop „Zum Nützlichen das Schöne“ mit Lukas Aufgebauer. Zunächst bestimmte das Seminar mithilfe eines Bestimmungsschlüssels verschiedene Gehölze, die auf dem Gelände zu finden waren. Während eines Rundgangs konnten die Seminarteilnehmer/innen unterschiedliche historische Gärten, wie den Artländer Visiten-Garten, den Firreler Hausgarten sowie den repräsentativen Adelsgarten und deren Pflanzen erkunden. Der Rundgang endete am Herrenhaus Arkenstede. Dort bot es sich an, die Garten- und Pflanzenausstellung zu besichtigen.

Dieser auch für Schüler/innen angebotene Workshop endet mit der Herstellung einer Samenbombe, die im eigenen Garten ausgesät werden kann und diesen mit heimischen Pflanzen bereichert. Mit viel Freude formten die Seminarteilnehmer/innen aus Erde, Ton und Samen die Bomben. So nehmen alle nicht nur etwas Inhaltliches, sondern auch etwas Eigenes, Selbstgemachtes aus dem Workshop mit nach Hause.

Dank des schönen Wetters konnte das Seminar in der anschließenden Mittagspause das im Backhaus des Museumsdorfes hergestellte Brot im Sonnenschein genießen. Gut gestärkt machten sich die Teilnehmer/innen später auf die Suche nach den im Museumsdorf beherbergten Haustierrassen. Alte Schweine-, Pferde-, Schaf-, Gänse- und auch Hühnerrassen konnten auf dem Gelände ausfindig gemacht werden.

Das Fachseminar Biologie war begeistert von dem außerschulischen Lernort mit seiner Vielfältigkeit und zog ein äußerst positives Resümee. Besonders überzeugte die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die Möglichkeit eines fächerübergreifenden Lernens.

Fotos: Johanna Riese

Wir gehen auf Klassenfahrt!

Foto: Detlev Daßke

(daßke) Die Teilnehmer/innen der pädagogischen Seminare I und II befassten sich kürzlich mit der Planung, Durchführung und Auswertung einer Klassenfahrt. Um praxisorientiert vorzugehen, fand das Seminar an einem potentiellen Ziel für Klassenfahrten, dem Museumsdorf Cloppenburg, statt. Sowohl die Ortswahl als auch die Organisation erfolgte in enger Absprache mit den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst.

Es galt, sich mit den entsprechenden schulrechtlichen Grundlagen und mit allgemeinpädagogischen Fragen und Perspektiven vertraut zu machen, um später auf fundierter Basis pädagogisch sinnvoll einen Zielort auswählen zu können. Begleitet wurde das Seminar u. a. durch diverse Tipps, Hinweise und Checklisten, um die spätere Planung vorzuentlasten.

Die Teilnehmer/innen lernten zudem Bereiche des Museumsdorfes aus museumspädagogischer Perspektive im Rahmen einer Führung kennen, in deren Kontext viele Fragen der angehenden Lehrkräfte beantwortet werden konnten.

Es schloss sich ein auch für spätere Schülerinnen und Schüler wichtiger Aspekt an: das Backen eines eigenen Brotes. Hier erfuhren alle Beteiligten unter Anleitung, wie umfangreich sich die handwerkliche Seite des Brotbackens darstellt. Dies war auch deshalb so eindrucksvoll, weil man den gesamten Prozess multisensorisch erleben durfte – ein nicht zu unterschätzender pädagogischer Aspekt im Kontext späterer schulischer Arbeit.

Beim gemeinsamen Verzehr des selbst hergestellten Brotes war man sich schnell darüber einig, dass das Seminar mit seiner Mischung aus Theorie- und Praxisbezügen eine wichtige Grundlage für die spätere Planung einer Klassenfahrt darstellte.

Fotos: D. Daßke

Außerschulisches Lernen im regionalen Umfeld

Foto: Anke Szepaniak

(szepaniak) Das Freilichtmuseum Museumsdorf Cloppenburg liegt zentral im Ausbildungsgebiet des Studienseminars Vechta und bietet insbesondere für den gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht viele Möglichkeiten, außerschulisch zu lernen. Das Fachseminar Geschichte/Politik besuchte kürzlich das Museum, um insbesondere das museumspädagogische Angebot für die Sekundarstufe I im Fach Geschichte kennen zu lernen.

Der Leiter der Museumspädagogik, Herr Lukas Aufgebauer, führte die LiVD und Quereinsteiger des Fachseminars zu einigen ausgewählten Bauwerken aus dem Oldenburger Münsterland, die exemplarisch das Leben der bäuerlichen Gesellschaft in den letzten Jahrhunderten entscheidend prägten. Diese Quellen bieten authentische und erstaunliche Geschichten über das harte und entbehrungsreiche Leben der ländlichen Bevölkerung des Oldenburger Münsterlandes. Auch über zukünftige Projekte und Erweiterungen des Museums wurden die Teilnehmer informiert; so ist der Aufbau einer typischen dörflich geprägten Diskothek („Zum Sonnenstein“ aus Harpstedt) geplant. Damit soll der Blick auch auf das dörflich geprägte Leben nach dem Zweiten Weltkrieg gewendet werden.

Zeitgleich konnten die LiVD die Museumspädagogen in Aktion erleben: Eine Jugendgruppe wurde im Hof Haake über das Leben, Wohnen, Essen und Arbeiten der Bauern und Heuersleute im 19. Jahrhundert projektorientiert unterrichtet. Dabei wurde gemeinsam an der Feuerstelle des Hofes ein typischer Eintopf aus der Zeit angefertigt und gegessen. Die Schüler erlebten so Geschichte hautnah. Die Vorstellung weiterer handlungsorientierter Workshops im Umgang mit Geschichte vor Ort und eine abschließende Diskussion mit Herrn Aufgebauer rundeten die Fachexkursion ab.

Die beteiligten LiVD und Quereinsteiger können nun – mit einem Paket an Eindrücken und Informationen – das hiesige Freilichtmuseum in ihren Schulen vorstellen und einen fachbezogenen Besuch mit einer ihrer Lerngruppen planen und durchführen.

Fotos: A. Szepaniak

Das Museumsdorf Cloppenburg als außerschulischer Lernstandort

Foto: Studienseminar

(wübbelmann) Ein Besuch im Museumsdorf Cloppenburg ermöglichte kürzlich Anwärter/innen der Pädagogikseminare von Frau Kaske, Frau Neumann und Frau Obermeyer nicht nur einen Blick zurück in die Vergangenheit, in der Schüler/innen noch auf Schiefertafeln schrieben und der Rohrstock zum Schulalltag gehörte, sondern auch einen Einblick in die vielfältigen pädagogischen Angebote des Museumsdorfs.

Diese reichen von Angeboten für Grundschüler, die ihre Dorfschulreife erwerben können über die Erfahrung, mit Gänsekiel und Tintenfass zu schreiben, bis hin zum gemeinsamen Backen von Brot, wie es noch vor Jahrhunderten hergestellt wurde (Vom Korn zum Brot). Mit einer Führung durch das Museumsdorf sowie dem sich anschließenden Workshop Essen wie damals konnten die Anwärter/innen sich selbst einmal in schon fast vergessene Zeiten mitnehmen lassen. Mit jährlich über 50.000 Schüler/innen unter den Besuchern (Flyer des Museumsdorfs: Pädagogische Angebote) ist das Museumsdorf Cloppenburg eine gern genutzte Möglichkeit, Lernende mit handlungsorientierten Angeboten selbst die Vergangenheit nachempfinden zu lassen.

Insofern bot der Besuch des Museumsdorfs für die Anwärter/innen eine geeignete Gelegenheit, pädagogische Angebote kennenzulernen und diese gegebenenfalls zukünftig in den eigenen Schulalltag zu integrieren.

Fotos: S. Kaske