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Exkursion zum „Kreativzentrum Holz“

Fotos: Lena Stork

(von Döllen-Helmrich) Die Teilnehmerinnen des Fachseminars Gestaltendes Werken aus dem Studienseminar Vechta erweiterten ihre berufliche Fachkompetenz in Theorie und Praxis, indem sie sich im Kreativzentrum – ehemals Schnitzstube Nienburg – über die Möglichkeiten im Umgang mit Holz informierten.

Nach einer Besichtigung des skulpturengefüllten Gartens und der umfangreich ausgestatteten Werkstatt gestalteten die Teilnehmerinnen unterschiedliche Frühstücksbrettchen. Diese wurden mit einem “Brennpeter” motivisch ausgearbeitet. Bei der anschließenden Brotzeit kamen diese gleich zum Einsatz. Selbst das Gemüse wurde dafür schnitzend bearbeitet: Aus Möhren entstanden Leckereien in Herz- und Sternform.

Erfüllt von der netten Atmosphäre in der Holzwerkstatt traten alle Lehreranwärterinnen bereichert für zukünftige Werkstunden den Heimweg nach Vechta an.

“Hauptsache Kopf” verdrehte allen den Kopf

Grafik: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Für den Besuch eines außerschulischen Lernorts wählte das Fachseminar Kunst die Kunsthalle Emden aus. Kürzlich trafen sich alle Beteiligten, um die Ausstellung „Hauptsache Kopf – Jawlensky, Warhol, Cahn“ zu besichtigen.

Kopfdarstellungen – keine Portraits – wurden in der Kunsthalle anonymisiert, stilisiert, expressiv, reduziert, verfremdet, animalisch, seriell oder kopfüber präsentiert. Der Kopf bildete ausnahmslos die “Hauptsache” und hat durch die vielseitigen Kunstwerke allen Seminarteilnehmerinnen wortwörtlich den „Kopf verdreht“.

Einer interessanten und  kompetenten Führung durch die Sammlung folgte ein Comic-Workshop. In spielerischer digitaler Form entwickelten die Anwärterinnen im Team eine Comic-Seite mit Fotografien von den vorab gesehenen Kunstwerken. Vervollständigt wurde der Comic durch Sprechblasen und Textinformationen. Dabei entstanden ansprechende, witzige Ergebnisse (siehe Fotos). Dank einer einfach zu handhabenden App wird diese Idee sicher in der Folge im eigenen Kunstunterricht umgesetzt.

Bevor die Seminarteilnehmerinnen voller positiver Eindrücke die Heimreise antraten, warfen sie noch einen Blick in die Malschule der Kunsthalle Emden. Das verdrehte allen erneut den Kopf, denn die großzügige Licht-Luft-Raum-Gestaltung, wie im Malatelier wahrgenommen, wünscht sich jeder Kunstlehrer nicht nur für einen außerschulischen Lernort, sondern selbstverständlich auch für den eigenen schulischen Kunstraum.

Fotos: A. von Döllen-Helmrich

The American Dream

Foto: Fachseminar Kunst

(fs ku) Ein Besuch eines außerschulischen Lernorts ist kein „Ausflug“. Dementsprechend machte sich das Fachseminar Kunst kürzlich auf den Weg in den hohen Norden und besuchte die Kunsthalle Emden. Vorab staunten alle über die neu renovierte Malschule.

Anschließend nahmen alle interessiert an der Führung zur Ausstellung „The American Dream“ teil. Besonders aufschlussreich endete die Führung mit der Vorstellung der Unterrichtsideen, die, von Museumspädagogen begleitet, mit Schulklassen der Grundschule bzw. Sekundarstufe I zur Ausstellung angefertigt wurden.

Stimmen von Seminarteilnehmerinnen:

Mit dem Beginn der Ausstellung tauchten wir in das “Großstadtgetümmel” ein und wurden durch Videoprojektionen und Geräusche der Stadt New York für das amerikanische Lebensgefühl sensibilisiert. Die verschiedenen Themenbereiche der Ausstellung nahmen dies auf und vermittelten durch vielfältige Kunstwerke einen Eindruck vom sogenannten „American way of life”.

Foto: Fachseminar Kunst

Die Führung wurde durch die Methode des „chinesischen Körbchens“ begleitet, die die einzelnen Bilder zu Erlebnissen werden lies. Dies hat mir sehr gut gefallen und ich finde diese Herangehensweise sehr bereichernd.

Es war interessant, selbst zu erfahren, wie Alltagsgegenstände (z. B. Spielzeugfiguren, Gamecontroller, Spiegel, Streichhölzer) helfen können, sich mit einem Werk auseinander zu setzen. Das “chinesische Körbchen” ist eine Chance, die Scheu vor Kunstwerken zu nehmen und das Interesse für die Kunst zu wecken.

In der Ausstellung gefiel mir das Bild von Stone Roberts „Grand Central Terminal“ besonders gut. Der Grund liegt darin, dass ich vor einiger Zeit für zwei Monate in New York gewohnt habe und mich direkt in dem Bild in New York wiedergefunden habe.

Insgesamt beeindruckten die größtenteils fotorealistischen Werke durch ihre Farbgebung wie auch Maltechnik und sind ein Zugewinn mit Blick auf die Kunstwerk-/ Künstlerbezüge in unserer eigenen unterrichtlichen Praxis.

Zusammenstellung: Agnes von Döllen-Helmrich (aus Beiträgen der Seminarteilnehmerinnen)

Augenschmaus in der Artothek

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Kunstseminar besucht die Artothek im Rathaus Vechta

(von döllen-helmrich) Einen Einblick über die heimische und regionale Kunstszene verschafften sich die Lehreranwärterinnen des Kunstseminars in der Artothek Vechta. Herr Fischer aus der Kulturabteilung informierte über die Entstehung und Zielsetzung der seit über 25 Jahren bestehenden Einrichtung in Vechta (http://www.vechta.de/Kultur/Artothek.aspx).

Kunstwerke aller Art und für jeden Geschmack sind in der Artothek kostenlos auszuleihen. Die Sammlung bietet über 300 Exponate aus den Bereichen Grafik, Druckgrafik, Malerei sowie einige Plastiken an.

Nach einer intensiven Betrachtung der vielfältigen Kunstwerke vor Ort zeigten sich die Teilnehmerinnen des Kunstseminars beeindruckt und sprachen von einem überaus positiven Augenschmaus. Sie werden die Institution nutzen, um Bild-Originale exemplarisch in den Kunstunterricht zu integrieren, so dass Schülerinnen und Schüler über die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler vor Ort informiert sind.

Technik erleben – Technik begreifen

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) Die Welt der Technik und Wissenschaft erlebten die LiVD des Fachseminars Gestaltendes Werken in der „Wissenswerkstatt“ Diepholz.

Bei der Hospitation schauten die LiVD einer Grundschulklasse beim Tüfteln, Forschen, Löten, Hämmern und Sägen zu. In der Elektrowerkstatt hantierten die Schüler selbstständig mit Lötkolben und Heißklebepistole, so dass am Ende eine „Motorisierte Putzmaus“ über die Tische fegte. In der Holzwerkstatt bedienten sie unter Anleitung die elektrische Dekupiersäge zur Erstellung eines funktionstüchtigen „Kerzendampfers“. Zudem verfügt die Werkstatt über einen Computerraum für Robotik und Informatik.

Die Leiterin der Wissenswerkstatt, Frau Dr. Heike Pabst, stellte den LiVD anschließend das Konzept der Wissenswerkstatt vor:

  • Analyse von technischen und wissenschaftlichen Phänomenen,
  • Freies Experimentieren,
  • Produktionsprozess,
  • Kreative Phase.

Die Wissenswerkstatt wurde im Jahr 2015 eröffnet und wird von der Metropolregion Nordwest finanziell gefördert. Die Kinder erhalten unter fachlicher Anleitung die Möglichkeit, Lehrplaninhalte durch praktisches Tun zu ergänzen und zu vertiefen. Für die Besucher im Alter von 8 – 18 Jahren entstehen keinerlei Kosten.

So nahmen die LiVD neben vielen technischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen positive Eindrücke für die unterrichtliche Vernetzung von Technik und Gestaltung mit.

Max Liebermann – Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

Foto: Agnes von Döllen-Helmrich

(von döllen-helmrich) In der Kunsthalle Bremen wird zur Zeit die Max Liebermann-Ausstellung „Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport“ vorbereitet. Zur Einstimmung wurden Kunstlehrerinnen und –lehrer aus den umliegenden Schulen eingeladen. An der Veranstaltung nahm auch das Fachseminar Kunst des Studienseminars Vechta teil.

Frau Dr. Hansen als Kuratorin der Ausstellung gestaltete einen lebendigen Vortrag mit vielfältigen Informationen zum Künstler selbst, zum Impressionismus und zur kultur-historischen Bedeutung des Sujets „Sport als Freizeitvergnügen“ um 1900. Die künstlerische Entwicklung Liebermanns wurde erläutert und mit Bildbeispielen belegt.

Ausgehend von ländlich-idyllischen Darstellungen entwickelte Liebermann über die Verbindung mit den Künstlern der „Berliner Sezession“ einen eigenen, impressionistischen Malstil, der sich mit Motiven aus dem Großbürgertum beschäftigte.

Liebermann hat Bewegungsdarstellungen von Pferden, Sportlern, besonders auch von Frauen gemalt und von diesen sportlichen Aktivitäten vorab Skizzen angefertigt.

Die Ausstellung, die von Schulklassen bis Ende 2016 kostenfrei besucht werden kann, bietet eine Auseinandersetzung mit Themen, wie Figur im Raum, sportlicher Bewegungsdarstellung, dem Impressionismus und stellt den kultur-historischen Kontext heraus.

Die sich aus der Ausstellung ergebenen Unterrichtsanregungen sind in einer Broschüre festgehalten. Sie bieten besonders fächerverbindende Vorschläge für den Bereich der SEK I.