Als Lehrkraft Haltung zeigen

Ihren Start in ihre Berufslaufbahn als examinierte Lehrkräfte feierten jetzt 47 ehemalige Anwärterinnen und Anwärter des Studienseminars Vechta für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen. 35 von ihnen hatten vor den Sommerferien erfolgreich den Abschluss für das Lehramt an Grundschulen erworben, zwölf für das Lehramt an Haupt- und Realschulen, welches auch den Einsatz an zum Beispiel Oberschulen beinhaltet. Unter ihnen waren auch zwei Absolventinnen eines sogenannten Anpassungslehrgangs, die ihren ersten Lehramtsabschluss im Ausland absolviert hatten.

Nachdem die jungen Lehrpersonen in der Aula der gastgebenden Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta von deren Schulleiterin Anke Magerfleisch zur Feier ihres Staatsexamens begrüßt und mit guten Wünschen für die berufliche Zukunft bedacht worden waren, resümierten die beiden Absolventen Lena Niehoff und Marco Carecci den Verlauf der vergangenen 18 Monate des sogenannten Vorbereitungsdienstes.

Dass sich die jungen Lehrkräfte mit dem Eintritt ins Berufsleben aufgrund der aktuellen globalen Entwicklungen und den damit verbundenen gesellschaftlichen und auch bildungspolitischen Herausforderungen einer anspruchsvollen Aufgabe stellten, hob die Leiterin des Studienseminars Vechta Maren Steuwer in ihrer Ansprache hervor. Innerhalb ihres beruflichen Wirkens sollten Lehrpersonen immer aktiv Gestaltende sein, um die Schulen als Lebens- und Lernorte zu gestalten, an denen sich jedes Kind, jeder Jugendliche und auch jeder Erwachsene gesehen und wertgeschätzt fühlt, so Steuwer.

Dabei heißt es, Haltung zu zeigen, nicht zuletzt gegenüber den Schülerinnen und Schülern: „Egal, wo du herkommst, egal, was du mitbringst – schön, dass du da bist“, formulierte Steuwer ihre Vorstellung von einem gelungenen schulischen Miteinander zwischen Lehrenden und Lernenden. Es gehe bei allen Schwierigkeiten an jeden Schultag darum, sich zu bemühen, für alle Kinder und Jugendlichen eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich sicher und wohl fühlen, in der ihnen zugehört wird und sie sich an unterschiedlichen Prozessen aktiv beteiligen können. Für diese Aufgaben wünschte Maren Steuwer den Absolventinnen und Absolventen viel Freude und viel Erfolg.