Studienseminar verabschiedet 38 Lehrkräfte und eine Quereinsteigerin

Nach erfolgreich bestandenen Staatsprüfungen wurden in den Räumen der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta 38 junge Lehrkräfte sowie eine Quereinsteigerin des Studienseminars Vechta verabschiedet. Am Studienseminar werden Lehrerinnen und Lehrer für das Lehramt an Grundschulen und für das an Haupt- und Realschulen, das auch den Einsatz an Oberschulen beinhaltet, ausgebildet. Ihren schulischen Teil der Ausbildung absolvierten die angehenden Pädagogen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg.

Anke Magerfleisch begrüßte als Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Oberschule die Absolventinnen und Absolventen und deren Gäste sowie das Kollegium des Studienseminars und beglückwünschte die neuen Lehrkräfte zu ihren bestandenen Prüfungen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Seminarband mit Anke Szepaniak, Michael Heckmann und Tino Trubel.

Anschließend richtete die Leiterin des Studienseminars Maren Steuwer das Wort an die vormaligen Prüflinge und würdigte die Leistungen, die während des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes von allen erbracht wurden. In ihrer Ansprache ging sie auf die Anforderungen ein, die sich aus der zunehmenden Heterogenität in Schulen ergeben. „Eine bunte Vielfalt prägt heute unsere Lerngruppen im Schulalltag: Schülerinnen und Schüler mit vielerlei Stärken und Talenten, unterschiedlichen Chancen und ungleichen Startbedingungen“, bilanzierte Steuwer die aktuelle Situation. Dabei beginne ein professioneller Umgang mit Heterogenität im ganz alltäglichen Handeln von Lehrkräften. Diese übernehmen die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler individuell wahrzunehmen, zu ermutigen und Lernprozesse so zu gestalten, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche erreicht werden.

Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Rede legte Steuwer auf die große Bedeutung von Zusammenarbeit. „Lehrerin oder Lehrer sein ist kein Einzelkämpferberuf“, betont sie. Gemeinsames Planen, kollegiale Beratung, gegenseitige Unterstützung und der Austausch von Erfahrungen seien zentrale Voraussetzungen für eine gelingende Schulentwicklung. Also ermutigte Steuwer die Absolventinnen und Absolventen, die im Vorbereitungsdienst gewonnenen Erfahrungen der Zusammenarbeit in ihre künftigen Schulen mitzunehmen und ganz aktiv Netzwerke aufzubauen.

Abschließend bedankte sich Maren Steuwer für die gute Zusammenarbeit bei allen an der Ausbildung der jungen Lehrkräfte Beteiligten: den Schulleitungen der Ausbildungsschulen sowie bei den betreuenden Fachlehrkräften. Bei den Kolleginnen und Kollegen des Studienseminars, die die Anwärterinnen und Anwärter während der Zeit des Vorbereitungsdienstes intensiv begleitet und unterstützt haben, damit diese ihr Ausbildungsziel erfolgreich erreichen. Und nicht zuletzt bei den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst selbst, die konstruktiv zusammengearbeitet, sich gegenseitig unterstützt und voneinander gelernt haben.

Durch das Programm der Examensfeier führten die Absolventinnen Sophia Menke, Celin Stieger und Svenja Bertels genannt Schulte. Auch sie blickten auf die vergangenen 18 Monate zurück und beschrieben den Vorbereitungsdienst als intensive Ausbildungszeit zwischen alltäglichem Unterricht, Unterrichtsbesuchen durch Mitarbeitende des Studienseminars, der Vorbereitung auf die Prüfung und nicht zuletzt der persönlichen und professionellen Weiterentwicklung. Ihr Dank galt der Leitung und Verwaltung des Studienseminars, ihren Ausbilderinnen und Ausbildern sowie ihren Familien und Freunden für deren Unterstützung.